Internatsleben

„Der Weg zum Kopf muss durch das Herz geöffnet werden.“
Friedrich Schiller

Hakuna Matata – Absolventen der Fachschulen verabschiedet

„Hakuna Matata – ihr schafft das!“ gaben die angehenden Erzieherinnen und Erzieher des ersten Ausbildungsjahrs an den Fachschulen für Sozialwesen und Sozialpädagogik der Zinzendorfschulen ihren Mitschülern, die ihre schulische Ausbildung jetzt beendet haben, mit auf den Weg.

Natürlich machen sie sich Gedanken über ihre Zukunft, werden sie in ihrem neuen Job gut genug sein? Schnell, kreativ, kommunikativ und sportlich? Passt der gewählte Beruf zu ihnen, schaffen sie ihre Arbeit, wie sind die neuen Kollegen, finden sie eine Wohnung und ist diese Welt noch zu retten? „Wer von euch kann dadurch, dass er sich Sorgen macht, sein Leben auch nur um eine einige Stunde verlängern?“ fragten sie in der szenischen Umsetzung einer bekannten Bibelstelle.

Auch musikalisch wurden die Absolventen zur Gelassenheit ermutigt: Disney-Lieder wie „Probier‘s mal mit Gemütlichkeit´“ und eben „Hakuna Matata“ aus dem Musical
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„König der Löwen“ wechselten sich ab mit Mut machenden Gospels, Psalmen und Gebeten.

„Es fühlt sich an, als säße man zwischen zwei Stühlen“, meinte die Abteilungsleiterin der Fachschulen, Sr. Schoo-Schemmann, als sie die letzten beiden Jahre der Absolventen Revue passieren ließ. Einerseits hieß es für sie Abschied zu nehmen von Lehrern, Mitschülern, für viele auch von Königsfeld, andererseits liegt der Neubeginn in Form des einjährigen Berufspraktikums vor ihnen. Wenn sie dies absolviert haben, kommen sie noch einmal für ein Kolloquium an die Zinzendorfschulen, bevor sie die staatliche Anerkennung als Erzieher, beziehungsweise Jugend- und Heimerzieher bekommen. Einige von ihnen haben die Gelegenheit ergriffen, freiwillig zusätzlichen Unterricht zu nehmen und die Prüfung zur Fachhochschulreife abzulegen. Damit können sie nun an jeder Fachhochschule studieren.

Für sehr gute Schulische Leistungen wurden Nicola Lawrenz und Arne Busch mit der Amos-Comenius-Medaille ausgezeichnet, für ihr soziales Engagement bekamen Jana Moosmann, Carina Hepting und Maximilian Tanzer den Preis vom Verein der Freunde und Förderer.

Die Absolventen der 2BKSW2:

Lukas Bogatzki, Damaris Bukowski, Arne Busch; Lena Dondorf, Lukas Fetzer, Patrick Gruber (auch Fachhochschulreife), Michaela Höflich (auch Fachhochschulreife), Jiyan Ilhan, Luise Kaesemann (auch Fachhochschulreife), Jessica Kopp, Christopher Lachenmaier, Lisa Mater (auch Fachhochschulreife), Miriam Meder (auch Fachhochschulreife), Lukas Molnar (auch Fachhochschulreife), Philipp Niemann, Michael Oertel, Philipp Probst, Anita Rutz, Sabrina Schwenk, Maximilian Tanzer, Jana Trippel, Annalena Zelano (auch Fachhochschulreife).

Die Absolventen der BKSP2:

Wolfgang Bergmann, Alina Celar, Sebastian Hackenbruch, Carina Hepting, Ivana Juric, Lea Kopp (auch Fachhochschulreife), Nicola Lawrenz, Linda Merz, Jana Moosmann, Lorena Moosmann, Sarah Motz, Hüsniye Canan Sari, Milena Theurich, Ilaria Ubbriaco, Linda Wehrle, Stefanie Wunderle (auch Fachhochschulreife).

Die Erzieher und Jugend- und Heimerzieher haben den schulischen Teil ihrer Azusbildung in Königsfeld im Schwarzwald beendet und verabschieden sich jetzt von Schule und Internat.
Den schulischen Teil ihrer Ausbildung haben sie geschafft, vor der staatlichen Anerkennung als Erzieher beziehungsweise Jugend- und Heimerzieher, müssen die Absolventen der Fachschulen noch ein einjähriges Berufspraktikum und ein Kolloquium absolvieren.

Werkrealschüler und Berufsfachschüler verabschiedet

Mit einem feierlichen Gottesdienst habe die Zinzendorfschulen insgesamt 51 Absolventen der neunten Klasse der Werkrealschule mit Hauptschulabschluss und der zehnten Klasse der Werkrealschule sowie der Berufsfachschulen mit Mittlerem Bildungsabschluss verabschiedet.
Der stellvertretende Schulleiter Br. Hertnagel freute sich mit den Absolventen und lobte sie: „Ihr habt euch richtig reingehängt und könnt sehr stolz auf euch sein.“
Er zitierte das Lied „Erfolg ist kein Glück!“ des Rappers Kontra K, in dem es heißt, Erfolg sei harte Arbeit, was er jedoch auch in Frage stellte. „Vieles strengen sich sehr an und dann klappt es trotzdem nicht“, musste er schon öfter beobachten. Glück spiele sehr wohl auch eine Rolle, etwa, wenn es darum geht, ob bei der Prüfung die Fragen gestellt werden, auf die sich die Schüler vorbereitet haben. „Ihr alle habt von Gott irgendwelche Gaben bekommen“, sagte er und wünschte den
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Absolventen, dass sie für sich herausfinden, welche es sind, um nach ihren Begabungen leben zu können.
Einige der Abgänger schafften besonders gute Leistungen, für die sie mit Urkunden ausgezeichnet wurden: Felix Kammerer schaffte den besten Hauptschulabschluss nach der neunten Klasse der WerkRealschule. Bei den Absolventen der zehnten Klasse der WerkRealschule, die ihren Mittleren Bildungsabschluss erreicht haben, erzielte Albert Rico Martin die beste Leistung in Mathematik und Englisch, die beste Jahresleistung zeigte Lee Ann Scarinci. Zudem wurden die beiden ebenso wie Jennifer Sitzberger vom Elternbeirat mit einem Preis für ihren sozialen Einsatz gewürdigt. Der Elternbeiratsvorsitzende Kai-Uwe Quandt hatte die Auszeichnungen persönlich überreicht.
An der Berufsfachschule wurden Kim-Lisa Bernstorff und Elias Ebnet für die besten Prüfungsleistungen ausgezeichnet, beide schnitten besonders gut in Mathematik ab.Die Absolventen der Berufsfachschule Hauswirtschaft und Ernährung:
Jule-Antonia Bieg, Schramberg; Lea Flaig, Villingen-Schwenningen; Annika Hahl, Donaueschingen; Clarissa Jorcke, Villingen-Schwenningen; Elisabeth Kalaitzi, Villingen-Schwenningen; Laura Vanessa Kroh, St. Georgen; Angelina Mercuri, St. Georgen; Jonas Reiner, Königsfeld; Jenny Spitznagel , Villingen-Schwenningen; Leonardo Tufaro, Villingen-Schwenningen.Die Absolventen der Berufsfachschule Wirtschaft:Christian Augsten, St. Georgen; Kim-Lisa Bernstorff, Villingen-Schwenningen; Robin Braun, Bad Dürrheim; Elias Ebnet, Bräunlingen; Lukas Gretzinger, Stuttgart; Rowina Hennings, Villingen-Schwenningen; Jan-Ole Hertkorn, Villingen-Schwenningen; Noemi Kimmich, Schiltach; Michael Müller, Schonach; Jonas Peters, Königsfeld; Marco Podolski, Niedereschach; Daniel Schmidt, Villingen-Schwenningen.Die Absolventen der 10 W:

Lukas Bacher, Donaueschingen; Fabian Bürkle, St. Georgen; Joshua Hils, Königsfeld; Chantal Höckele, Geisingen; Cedric Merkt, Schramberg; Albert Rico Martin, St. Georgen; Lee-Ann Scarinci, Oberndorf; Kai Schweikert, Korntal-Münchingen; Jennifer Sitzberger, Tennenbronn; Marc Stoll, Schönwald; Morena Wolbert, Königsfeld;

Die Absolventen der 9W:

Lukas Aberle, Niedereschach; Michelle Bergold, Villingen-Schwenningen; Amunet Hagras, Mönchweiler; Julian Hogg, Bad Dürrheim; Jan Horn, Donaueschingen; Felix Kammerer, Königsfeld; Dominik Koch, St. Georgen; Amadea Mäder, Donaueschingen; Max Pluskat, Bräunlingen; Mandy Ramsaier, Mönchweiler; Matthias Randau, Villingen-Schwenningen; Christina Rößler, Konstanz; Sophia Schmid, Villingen-Schwenningen; Julian Schwarzwälder, Königsfeld; Luca Skopp, Niedereschach; Marco Tauser, Niedereschach; Timo Tauser, Niedereschach; Philipp Weidenfeld, Löffingen.

Die Absolventen von Werkrealschule und Berufsfachschulen haben in Königsfeld im Schwarzwald ihren Schulabschluss geschafft.
Der stellvertretende Schulleiter Helmut Hertnagel (rechts) freute sich mit Rico Martin, Lee Ann Scarinci, Felix Kammerer, Jennifer Sitzberger, Elias Ebnet und Kim-Lisa Bernstorff (von links) über ihre besonders guten Leistungen.

Abwechslungsreiches Schulkonzert mit Pippi, Sgt. Pepper und La La Land

Die Chöre und das Blasorchester der Zinzendorfschulen hatten ein tolles, vielseitiges Sommerkonzert im Kirchensaal der Herrnhuter Brüdergemeine gegeben, bei dem der Fokus immer mal wechselte: Von Kinderliedern der Astrid-Lindgren-Verfilmungen zu Kompositionen aus der elisabethanischen Zeit, von Claudio Monteverdi über Marschmusik und die Beatles bis hin zu Oscar-prämierten Filmmusik zu „La La Land“ war das Programm sehr vielseitig.

Den Auftakt machten zwei kurze Instrumentalstücke aus Claudio Monteverdis Oper „L’Orfeo“, bei denen die Blechbläser von der Empore aus und die Holzbläser von der Bühne aus spielten, was schon von Beginn an die Dynamik erzeugte, die sich durch das gesamte fast zweistündige Konzert im vollbesetzten Kirchensaal zog. Beide Stücke wurden später auch noch vom Großen Chor gesungen, der zunächst jedoch mit „Come Again“ von John Dowland, einem Zeitgenossen Shakespeares, startete, bevor er den
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Beatles-Klassiker „Can’t buy me Love“ im Stil der elisabethanischen Musik arrangiert präsentierte.

Der Chor der fünften und sechsten Klassen begeisterte mit Michael Hurds Pop-Kantate „Swingin‘ Samson“, die die Kinder klar betont und mit sichtlicher Freude an der Musik vortrugen. Dabei wurde augenzwinkernd und nicht ganz Bibeltreu die alttestamentarische Geschichte von Samson und Delilah erzählt.

Angekündigt war ein Stück für vier Geigen, das aus Krankheitsgründen mehrerer Musiker durch die mitreißende Interpretation von Justin Hurwitz‘ „City of Stars“ ersetzt wurde. Das Blasorchester zog die Besucher mit dem Evergreen „Highland Cathedreal“ in den Bann und begeisterte mit „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ vom gleichnamigen Album der Beatles, das in diesem Jahr sein 50. Jubiläum feiert. Ebenfalls Geburtstag hatte am Samstag der Dirigent des Konzertes, Musiklehrer Br. Michel, der sich extra für einen einzigen Ton, irgendwo nach dem 20. Takt von „Sgt. Pepper’s“, eine Zugflöte gekauft hatte.

Einen Riesen-Spaß hatten die jüngsten der Zinzendorfschüler am Schluss, als sie „Astrids Helden“ – darunter Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga und Ronja Räubtertochter besangen, die auch als Holzfiguren die Wände des Kirchensaals schmückten. Die Idee dazu hatten die Kinder selbst gehabt, als ihr Br. Michel bei der letzten Advents-Singstunde in einem Stück einen Takt aus einem Pippi-Langstrumpf-Lied eingebaut hatte. „Warum können wir denn nicht mal mehr davon singen?“ hatten sie gefragt und ihr Musiklehrer ließ sich nicht lange bitten: Er arrangierte kurzerhand ein Medley aus bekannten Astrid-Lindgren-Ohrwürmern wie „Hej, Pippi Langstrumpf“, „Seeräuber-Opa Fabian“, „Michel war ein Lausejunge“ und vielen mehr – und dirigierte stilecht mit einer Original „Michel-Mütze“.

Als Zugabe verabschiedeten sich alle beteiligten Musiker mit „Another Day of Sun“ – der Titelmusik aus „La La Land“ – bei ihrem dankbaren Publikum. Spätestens da hielt es viele der jüngsten Besucher nicht mehr auf den Bänken und sie tanzten ausgelassen zu der mitreißenden Melodie.

Die Zinzendorfschulen mit Internat hatte ein Schulkonzert mit den Beatles und Astrid Lindgren gegeben.
Mit Begeisterung hat der Unterstufenchor Lieder über „Astrids Helden“ und die Pop-Kantate „Swingin‘ Samson“ vorgetragen.

Halbjähriger Gastaufenthalt beendet

Ein ganzes oder teilweises Gastjahr an den Zinzendorfschulen ist für junge Menschen aus der ganzen Welt interessant. Wenige Wochen vor den Sommerferien haben Schulleiter Br. Treude und ihr Klassenlehrer Br. Rühle die 16-jährige Ana Beatriz Ribeiro verabschiedet. Die Brasilianerin lebte seit Februar im Internat in Königsfeld und besuchte das Gymnasium.
Als Zehnjährige hatte sich Ana Beatriz an ihrer Schule für den bilingualen Zug entschieden und lernt seitdem mit Begeisterung deutsch. Mit 13 war sie zum ersten Mal für einen Sprachkurs in Deutschland, die Zeit in Königsfeld war ihr dritter Aufenthalt im Land der Dichter und Denker. „Obwohl sie schon im Alter von drei Jahren Englisch gelernt hat, spricht sie inzwischen Englisch mit deutschem Akzent“, meinte ihre Mutter, die gemeinsam mit ihrem Vater und ihren Großeltern nach
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Süddeutschland gekommen waren, um zuerst Ana abzuholen, bevor es weiterging nach Schleswig-Holstein, wo ihr Zwillingsbruder zur selben Zeit wie Ana an einer Schule seine Deutschkenntnisse verbesserte.
„Ich habe von ihren Lehrern nur Gutes über sie gehört“, lobte Br. Treude die Gastschülerin, die später einmal Medizinerin oder Computeringenieurin werden möchte. Ana Beatriz hatte schnell Freunde gefunden und wurde von ihren Mitschülerinnen gelegentlich übers Wochenende eingeladen.
Ihre Eltern waren sehr angetan von der Entwicklung, die sie in ihrer Zeit im Schwarzwald durchgemacht hatte. „Ich bin sehr stolz und glücklich“, sagte ihre Mutter, die natürlich in regelmäßigem Kontakt mit ihrer Tochter stand.

Die Brasilianierin Ana Beatriz hatte ein halbes Jahr im Internat in Königsfeld gelebt und die Zinzendorfschulen besucht.
Ihre Eltern (links und rechts) waren zusammen mit ihren Großeltern extra aus Brasilien nach Süddeutschland gekommen, um Ana Beatriz abzuholen. Die Schülerin hatte ein halbes Jahr im Internat in Königsfeld gelebt und die Zinzendorfschulen besucht. Schulleiter Br. Treude (2. von rechts) und ihr Klassenlehrer Br. Rühle waren voll des Lobes.

Abiturienten mit Gottesdienst verabschiedet

Die Last der Prüfungen haben sie hinter sich, so dass insgesamt 88 Absolventen der beruflichen und allgemeinbildenden Zinzendorfgymnasien aufatmen und ihren Abschiedsgottesdienst im Kirchensaal der Herrnhuter Brüdergemeine feiern konnten. Unter dem Motto „Picknick“ hatten ihre Mitschüler, denen die Prüfung zur allgemeinen Hochschulreife noch bevor steht, den Abiturienten Kekse gebacken und Getränke gereicht als symbolische Stärkung für das, was sie in Zukunft erwartet.

„Ihr könnt euch stärken, bevor die Reise weitergeht und ihr die nächsten Schritte tut. Ihr habt es geschafft und für das, was vor euch liegt, werden euch die Gemeinschaft und der gemeinsame Glaube helfen“, erklärte Schulpfarrer Br. Fischer die Metapher.

Die jungen Menschen erleben nun auch eine neu gewonnene Freiheit, die sie jedoch mit Bedacht nutzen sollten, wie Schulleiter Br. Treude meinte. Er erinnerte an das
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500. Jubiläum der Reformation, das unter dem Motto „Ich bin so frei“ in diesem Jahr gefeiert wird. Damals ging es um die Befreiung von der Bevormundung durch Kirche und Staat und auch heute erfülle dieses Gefühl der Freiheit die Abiturienten. „Endlich könnt ihr selbst entscheiden, wie ihr den Tag gestaltet und womit ihr euch beschäftigt“, sagte er. Doch gleichzeitig sei es wichtig, diese Freiheit zu gestalten, denn sonst werde aus dem Freiraum ein Leerraum. „Ihr müsst euren Freiraum wie ein Zimmer oder eine Wohnung füllen, die erst durch euer Dazutun eure Persönlichkeit widerspiegelt.“ Jeder Mensch bräuchte Ziele, Aufgaben und Herausforderungen, erst dann werde die Freiheit zu einem Lebensraum, in dem wir uns wohlfühlen. „Wir müssen uns als Teil einer Gemeinschaft fühlen und uns mit anderen Menschen und unserer Umwelt auseinandersetzen“, sagte Br. Treude. Das erfordere Mut, sei aber nötig, denn „wer alles will, steht ganz schnell mit leeren Händen da.“ Er wünschte den Abiturienten, dass sie im späteren Leben anderen helfen, stark zu werden.
Besondere Stärke haben 14 Schülerinnen und Schüler bewiesen, die sich über Preise für besondere Leistungen freuen konnten. Leonie Maier wurde gleich mehrfach ausgezeichnet: Sie bekam – ebenso wie Florentine Jung von den beruflichen Gymnasien – den Scheffelpreis für den virtuosen Umgang mit der deutschen Sprache und den besten Leistungen im Fach Deutsch. Außerdem wurde sie mit dem Fachpreis Englisch und dem Kunstpreis ausgezeichnet. Ebenfalls einen Kunstpreis bekam Lena Wolf, ein sehr seltener Sonderpreis im Fach Bildende Kunst für eine ganz besonders reife und herausragende praktische Leistung im Kunstabitur ging an Alexander Blocher. Den Fachpreis Spanisch bekamen Alicia Elkmann und Aruna Button, Fabian Fodor freute sich über den Preis der Deutschen Mathematiker-Vereinigung und Pia Kriasowski über den Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker. Pia Birkel bekam den Fachpreis Biologie und Silke Vogt wurde mit dem Wettstein-Preis für ihre musikalischen Leistungen ausgezeichnet. Die Amos-Comenius-Medaille für ihre sehr guten Leistungen im Fach „Pädagogik und Psychologie“ ging an Shirin Mian. Hannah Häfner und Nathalie Schneckenburger bekamen für ihr unermüdliches soziales Engagement vom Elternbeiratsvorsitzenden Roland Brauner den Preis des Elternbeirats verliehen. Last not least überreichte der VFF-Vorsitzende Christian Wessler den Preis des Vereins der Freunde und Förderer an Tabea Jauch, die sich nicht nur als Schülersprecherin und Organisatorin hervorgetan hat, sondern auf deren Initiative auch der Eine-Welt-Kiosk der Zinzendorfschulen entstanden ist.Die Absolventen der allgemeinbildenden GymnasienVincent Acocella, Lörrach; Paul; Birkel, Schramberg; Alexander Blocher, Grenzach-Wyhlen; Tiffany-Charlotte Borosch-Vogel, Donaueschingen; Katrin Broghammer, Königsfeld; Enrico Brydniak, Königsfeld; Kai Buckenberger, Donaueschingen; Teresa Fischer, Niedereschach; Fabio Fodor, Königsfeld; Sophie Gerhardt, Königsfeld; Cosima Günter, Niedereschach; Hannah Häfner, Bad Dürrheim; Marie-Celine Hertnagel, Rottweil; Lorine Herzog, Lauterbach; Alina Hummel, Königsfeld; Lucas Käfer, Hüfingen; Lucas Kasper, Donaueschingen; Alexander Keßler, Donaueschingen; Helen Korte, Niedereschach; Nemanja Kostic, Villingen-Schwenningen; Laura Krißler, Königsfeld; Pia Kwiasowski, Königsfeld; Sara-Antonia Leonhard, Königsfeld; Leonie Maier, Königsfeld; Julia Meßmer, Donaueschingen; Yannick Motzer, Königsfeld; Jan Raber, Bad Dürrheim; Naomi Rigoni,Niedereschach; Sharleena Rosing, Villingen-Schwenningen; Maximilian Schanz, Glattfelden (Schweiz); Florian Schubert, Schramberg; Kiara Seckinger, Königsfeld; Sarah Seitz, Hüfingen; Georg Wetzel, Königsfeld; Cedric Wöhrl, Mönchweiler; Lena Wolf, Neustetten.Die Abiturienten der beruflichen GymnasienAlexander Baier, Rottweil; Stefanie Bart, Donaueschingen; Denis Bendigkeit, Schramberg; Sophia Bucher, Brigachtal; Moritz Buck, Donaueschingen; Aruna Button, Villingen-Schwenningen; Thomme Dannert, Königsfeld; Valentin Distel, Villingen-Schwenningen; Alicia Elkmann, Hardt; Peter Epting, Königsfeld; Olivia Franz, Dunningen; Larissa Gehweiler, Schramberg; Loreen Gerach, Villingen-Schwenningen; Larry Gogija, Sankt Gallen (CH); Niklas Grüninger, Hüfingen; Romy Gür, Villingen-Schwenningen; Tobias Haas, Tennenbronn; Finn-Louis Hagen, Königsfeld; Dyson Hartfiel, Niedereschach; Fabienne Hettich, Mönchweiler; Antonia Himmelsbach, Königsfeld; Corinna Jähn, Dunningen; Lisa Jähn, Dunningen; Tabea Jauch, Villingen-Schwenningen; Florentine Jung, Villingen-Schwenningen; Efthimios Kalaitzis, Villingen-Schwenningen; Michaela Kirsch, Dunningen; Mathias Kloess, Unterkirnach; Felix Kuentz, Triberg; Luis Löffler, Donaueschingen; Bjarne Meyer-Clasen, Königsfeld; Shirin Mian, Donaueschingen; Julia Müller, St. Georgen; Paul Müller, Villingen-Schwenningen; Julius Nattmann, Wolfach; Marion Roth, Donaueschingen; Daniela Sarnes, Donaueschingen; Luisa Scherzinger, Bräunlingen; Jan Schlenker, Niedereschach; Nathalie Schneckenburger, Tuningen; Anna-Lena Schober, St. Georgen; Pascal Seilnacht, Niedereschach-Kappel; Jasmin Stangl, Aichhalden; Adrian Timo Stinsky, Königsfeld; Luise Stöckermann, Königsfeld; Luna Tröltzsch, Villingen-Schwenningen; Silke Vogt, St. Georgen; Johannes Volz, Königsfeld; Maike Wilhelm, Königsfeld; Lea Willmann, Donaueschingen; Anika Zeller, Blumberg; Felix Zind, St. Georgen..

Die Abiturienten nehmen Abschied aus Königsfeld im Schwarzwald. Einige von ihnen haben hier das Internat besucht.
Die Abteilungsleiterin der allgemeinbildenden Gymnasien, Heike Lutz-Marek (2. Reihe links) und Schulleiter Johannes Treude (rechts) freuen sich mit den Preisträgern Nathalie Schneckenburger, Florentine Jung, Pia Birkel, Silke Vogt, Leonie Maier, Alicia Elkmann, Lena Wolf, Fabio Fodor, Hannah Häfner, Shirin Mian, Pia Kwiasowski und Tabea Jauch (von links). Aruna Button und Alexander Blocher fehlen auf dem Foto.

25 Realschulabsolventen verabschiedet

Mit einem feierlichen Gottesdienst haben die Zinzendorfschulen ihre 25 Realschulabsolventen verabschiedet. Das Motto, das sich die 25 Schülerinnen und Schüler gewählt haben, lautete „Mensch – wohin!? Als wenn es nur für heute wär!“ Zu dem Song „Feuerwerk“ von Wincent Weiss zogen sie in den Kirchensaal ein und verbreiteten eine Leichtigkeit und Freude über die bestandene Mittlere Reife, als würden sie nie aufhören wollen zu feiern. Aber sie machten auch deutlich, dass sie sich durchaus der verschiedenen Problematiken dieser Welt bewusst sind, sei es in einem kurzen szenischen Anspiel, bei der Wahl der Lieder oder in der Ansprache des Schulpfarrers Br. Fischer.

Dieser zitierte aus den Gedanken, die sich die Klasse im Laufe des Schuljahres gemacht hatte. Darin ging es um Umweltverschmutzung, Krieg und anderes Leid auf der Welt. „Man kann sicher nicht als einzelne Person an Kriegen oder an Meinungsverschiedenheiten zwischen Ländern etwas ändern, aber es ist sicher schon mal ein Anfang, wenn man (…) nicht einfach wegschaut“, hieß es da. An anderer Stelle wurden die Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft und das Streben nach materiellem Reichtum bemängelt.
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„Den Stress vergessen, jeden Tag genießen und auf keinen Fall etwas auslassen… Das Lebensziel hört sich verlockend an“, meinte der Realschulleiter Br. Hertnagel, „und auf jeden Fall wäre es schön, wenn ihr es schaffen könntet, jeden Moment des Lebens so bewusst voller Lebensfreude zu begehen.“ Das Biertischgespräch in dem kurzen szenischen Anspiel sei da aber gar nicht mehr eindeutig. Hier standen sich verschiedene Positionen gegenüber: Feiern oder Grübeln und sich anstrengen?
„Mich beruhigt es, dass ihr diese Lebensfrage hier an dieser Stelle aufgeworfen habt“, sagte Br. Hertnagel. „Wenn wir als Schule es geschafft haben, dass ihr euch über die unterschiedlichen Möglichkeiten der Lebensgestaltung Gedanken macht, dann haben wir einen wichtigen Schritt erreicht.“ Er wünschte den Absolventen, dass sie eine gute Mischung finden. „Eine Mischung, in der ihr der Welt nachdenklich begegnet und trotzdem der Lebensfreude Raum lasst.
Von den 25 Absolventen der Realschule haben sich einige besonders hervorgetan und wurden mit Preisen ausgezeichnet: Timo Neizert bekam den Preis für die beste Jahresleistung und den Technikpreis vom Bildungspartner EGT. Außerdem teilte er sich mit Letizia Galasso den Sozialpreis des Elternbeirats. Der Musikpreis ging an Lukas Schäfer (Blasorchester), Ronja Kwiasowski (Chor) und Ana-Celina Marterer (Orchester).Die Absolventen der 10R:
Tim Berger, Königsfeld; Leon Böttle, Bad Boll; Jan Cattoretti, München; Sarah Eiswirth, Königsfeld; Letizia Galasso, St. Georgen; Joel Günter, Niedereschach; Linh Hartfiel, Niedereschach; Nico Heinzelmann, Königsfeld; Chiara Kohler, Königsfeld; Ronja Kwiasowski, Königsfeld; Samuel Lewkowicz, Freiburg; Anna-Celina Marterer, Riefensberg; Timo Neizert, Niedereschach; Luca Rapp, Königsfeld; Madleen Rapp, Königsfeld; Görkem Sahin, Königsfeld; Lukas Schäfer, Königsfeld; Robin Schmidt, St. Georgen; Jana Schnurr, Königsfeld; Sebastian Schulte im Walde, Königsfeld; Jannik Schulze, Villingen-Schwenningen; Hannah Starke, Königsfeld; Tabea Thämmig, Königsfeld; Ellen Thoma, Königsfeld; Robin Wiedmann, Geisingen.

Die Absolventen der Zinzendorf-Realschule freuen sich mit ihrem Klassenlehrer Hermann Beller (2. von links) und dem stellvertretenden Schulleiter Helmut Hertnagel (links) über ihre Mittlere Reife..
Die Absolventen der Zinzendorf-Realschule freuen sich mit ihrem Klassenlehrer Hermann Beller (2. von links) und dem stellvertretenden Schulleiter Helmut Hertnagel (links) über ihre Mittlere Reife.

Klavierschüler zeigen ihr Können

Zum jährlichen Vorspiel der Klavierschüler von Sr. Grässlin haben sich Eltern, Lehrer, Mitschüler und Erzieher im Speisesaal versammelt und was ihnen geboten wurde, konnte sich durchaus hören lassen. Angepasst an ihr jeweiliges Level hatten sich die Schülerinnen und Schüler, die die Zeit im Internat nutzen, um nebenbei das Spiel mit den schwarzen und weißen Tasten zu erlernen, ein breites Spektrum von Kinderliedern über Mozarts „Kleine Nachtmusik“ bis hin zu Werken des chinesischen Komponisten Jianzhong Wang und des derzeitigen Starkomponisten Ludovico Einaudi einstudiert.
„Gerade für die jüngeren Schüler ist das Klavier kein einfaches Instrument, unter anderem, weil für jede Hand ein anderer Notenschlüssel gilt.“ Das sei aber gut für die Synapsenbildung und habe somit einen positiven Nebeneffekt auf das Lernen.
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Während der Klaviernachwuchs noch hochkonzentriert auf die Noten schaute, spielten die älteren Schüler teils auswendig sehr anspruchsvolle Melodien. Für einige von ihnen war dies das letzte Vorspiel in Königsfeld, denn sie haben ihre Abschlussprüfungen an den verschiedenen allgemeinbildenden und beruflichen Zinzendorfschulen abgelegt und werden das Internat im Schwarzwald verlassen.

Zehgya Xie spielte beim Vorspiel im Internat im Schwarzwald unter anderem ein Stück von Ludovico Einaudi.
Die Klavierschüler von Sr. Grässlin – hier Zhengyu Xie, der erst seit einem halben Jahr Klavier spielt – zeigten teils beeindruckende Leistungen.

Mensa neu gestaltet

Die Mensa der Zinzendorfschulen wurde neu gestaltet, so dass die rund 1000 Schülerinnen und Schüler jetzt selbst entscheiden können, ob sie vielleicht zwei Beilagen haben möchten oder von allem mal etwas probieren möchten. „Es macht viel mehr Spaß, sich das Essen selbst auszusuchen als es an den Tischen serviert zu bekommen“, meint Nina und ihre Freundinnen aus der 7b stimmen ihr zu.
Auch finden sie gut, dass sie nun nicht mehr auf feste Essenszeiten angewiesen sind, sondern im Zeitraum zwischen 12 Uhr und 13.40 Uhr völlig flexibel sind. „Super“, findet das auch der Realschüler Felix, der im Internat lebt und jetzt mit seinen Schulfreunden zusammen zum Mittagessen gehen kann.
„Das Angebot ist das gleiche wie vorher“, sagt Küchenchef Stefan Jung, der mit seinem Verbesserungsvorschlag beim Verwaltungsleiter Br. Banholzer ein offenes Ohr
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fand, „aber so haben wir die Möglichkeit, die Speisen besser zu präsentieren.“ Dadurch kann das Küchenteam auch besser planen, denn es kommt immer nur so viel aus der Küche, wie auch wirklich benötigt wird. „Wenn jemand zum Beispiel nur ein halbes Schnitzel haben möchte, können wir das aus der Küche holen und müssen nicht die Hälfte wieder entsorgen.“
Am Eröffnungstag gab es als Hauptgerichte hausgemachte Pizza und Lasagne – konventionell und natürlich auch vegetarisch. Diese wurden vom Küchenteam serviert, während am Salatbuffet, bei den Nachspeisen, dem Obstkorb, den Getränken und am Nudelbuffet, das es ab sofort zusätzlich zu den Hauptgerichten täglich gibt, Selbstbedienung ist.
Nicht zuletzt können die jungen Gäste ihre Tabletts mit nach draußen nehmen und ihre Mittagspause im Atrium zwischen dem Erdmuth-Dorotheen-Haus und dem Haus Christian Renatus in der Sonne oder unter den großen Marktschirmen genießen. „Das haben wir heute zu spät gesehen“, sagen die Siebtklässlerinnen, „aber morgen setzen wir uns ganz bestimmt nach draußen.“

Die Mensa des Internats bietet auch immer mal wieder leckere Sachen wie Pizza oder Pasta.
Mit Pizza und Lasagne am Eröffnungstag traf Küchenchef Stefan Jung (rechts) genau den Geschmack der Schülerinnen und Schüler.

Internatsschüler säubern den Doniswald

Gut gelaunt hatten sieben Schüler und eine Schülerin des Internats ihre Ärmel hochgekrempelt, um sich an der Aktion „Saubere Landschaft“, zu der das Jugendreferat der Gemeinde Königsfeld jedes Jahr im Frühjahr aufruft, zu beteiligen.
Gemeinsam mit Schwester Giereth machten sich die Internatler am Samstag nach dem Frühstück gegen 9 Uhr auf den Weg in den Doniswald und sammelten mit ihren Müllgreifern jede Menge Unrat ein. Nach drei Stunden waren die Beutel voller Zigarettenstummel, an einer Stelle zeugten leere Wein- und Sektflaschen von einer Party, deren Gäste wohl nicht mehr in der Lage waren, ihren Müll wieder mitzunehmen.
Um andere Waldstücke in der Gemeinde hatten sich der FC Königsfeld, die Rotwald-Deifel, der Schwarzwaldverein, der Tennisclub, der Kindergarten Zauberwald, die Feuerwehr und viele Familien gekümmert. Nachdem die fleißigen Helfer drei Stunden lang die Königsfelder Waldgebiete von insgesamt mehr als 60 Beuteln Müll befreit
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hatten, durfte sie sich mit Grillwurst und Getränken stärken.

In Königsfeld beteiligten sich die Schüler, die im Internat wohnen, an der Aktion Saubere Landschaft.
Im und um den Doniswald beteiligten sich die Internatsschüler an der Aktion „Saubere Landschaft“ und räumten säckeweise Zigarettenstummel und anderen Unrat auf.

»Er war 17 Jahre alt – so wie ihr jetzt«

Geschichte mal nicht aus Büchern und Filmen sondern aus erster Hand durften die beiden Geschichtskurse der Klasse ZG1 des Zinzendorfgymnasiums erleben: Sechs Altschüler und eine Schülerin im Alter zwischen 87 und 90 Jahren erzählten anschaulich von ihrer Schulzeit in Königsfeld und ihren Erlebnissen während des Zweiten Weltkrieges. Sie waren damals genauso alt wie die Gymnasiasten, zu denen sie sprachen.
Teilweise waren sie von ihren Familien nach Königsfeld geschickt worden, um aus der Reichweite der „150-Prozentigen“ zu sein. „Auch meine Großmutter hat finanziell dazu beigetragen, dass ich in den Schwarzwald kommen konnte“, erinnert sich Gottfried Reichel.
Um die christliche Trägerschaft der damaligen Knabenanstalt zu verschleiern, wurde ein Schulträgerverein gegründet, berichtet Hans-Jürgen Kunick, der später lange
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Jahre Schulleiter an den Zinzendorfschulen war. „Man suchte und fand Nischen, in denen man überwintern konnte.“
Nils Gormsen, Initiator des jährlichen Treffens der Zeitzeugen, zog Parallelen zur ehemaligen DDR und heutigen Diktaturen. Schon damals wurden Dinge schöngeredet, Wörter missbraucht und ihre Bedeutung ins Gegenteil verkehrt. „Schutz“ zum Beispiel war eines dieser Wörter. „Die Juden seien in ‚Schutzhaft‘ genommen wurden, wurde uns gesagt“, erinnerte sich ein anderer der Altschüler. Der Lehrplan während der NS-Zeit war dem Regime angepasst. Sport galt als Hauptfach, mit dem schlechte Leistungen zum Beispiel in Latein ausgeglichen werden konnten. Über Politik wurde kaum gesprochen, in Geschichte ging es nur um Germanen, die Ägypter oder Römer beispielsweise kamen gar nicht vor. Das änderte sich nach dem Krieg. Zwar wurde auch da die Politik ausgeklammert, aber in Geschichte standen auf einmal Cäsar und Cleopatra auf dem Lehrplan.
Die Altschüler berichteten auch von ihrer Kriegsgefangenschaft, die ganz unterschiedlich erlebt haben. Während Nils Gormsen in Frankreich als Dolmetscher bei einem englischen Radiosender nicht viel auszustehen hatte, kam Günter Siegfried so geschwächt aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück ins Internat nach Königsfeld, dass er es kaum die Treppe herauf schaffte. Das Essen, das in der Nachkriegszeit zur Verfügung stand, half nicht wirklich, wieder zu Kräften zu kommen. „Runkelrüben hat es gegeben“, erinnerten sie sich, „und zum Frühstück wurden Kartoffeln in kochendes Wasser gerieben.“
Die Zeitzeugen gaben den jungen Menschen mit auf den Weg, wachsam zu sein und sich nicht vereinnahmen zu lassen. In Deutschland herrsche seit mehr als 70 Jahren Frieden, weil sich das demokratische System bewährt habe. »Dafür gibt es einfach keine Alternative – auch wenn das immer wieder behauptet wird.“

Zeitzeugen, die in der Zeit des Zweiten Weltkriegs im Internat in Königsfeld lebten, kommen jedes Jahr in den Schwarzwald, um den Schülern Geschichte zu übermitteln..
Nils Gormsen (2. von rechts) organisiert seit Jahren jedes Jahr einen Besuch von Zeitzeugen im Geschichtsunterricht der Zinzendorfschulen.

Funsport am Feldberg

Spiel, Spaß, Spannung und natürlich ein tolles Gemeinschaftserlebnis standen am vergangenen Wochenende für 40 Schülerinnen und Schüler des Internats auf dem Programm. Mit ihren Erzieherinnen und dem FSJ-ler waren sie in die Fundorena Indoor-Sporthalle am Feldberg gefahren, wo sie zunächst ein riesiger Trampolinpark erwartete. Der gesamte Hallenboden und ein Großteil der Wände noch dazu waren von nahtlos nebeneinander aufgestellten Trampolinen in verschiedenen Größen bedeckt. Hier konnten die Jungs und Mädchen die Schwerkraft außer Gefecht setzen, Basketballtricks ausprobieren oder auch mal einen Salto wagen. Sie hatten sichtlich so viel Spaß dabei, dass auch diejenigen, die eigentlich nur zusehen wollten, auf die Sprungtücher hüpften.
Auf der Kunsteisbahn gaben viele ihr Debüt in Sachen Schlittschuhlaufen, die versierteren nahmen sich Eishockeyschläger und veranstalteten ein kleines Match. Ein

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weiterer Höhepunkt der Sporthalle war der Hochseilpark direkt unter dem Dach, von dem aus die Internatsbewohner aus Königsfeld die anderen Attraktionen beobachten konnten.
In den Pausen konnten die Zinzendorfschüler bei strahlendem Sonnenschein von der Terrasse aus den Ausblick über den Schwarzwald genießen, beim gemeinsamen Abendessen waren die vielseitigen Erlebnisse das Gesprächsthema schlechthin.

Die Schüler aus dem Internat der Zinzendorfschulen in Königsfeld amüsieren sich in der Indoor-Sporthallen in Süddeutschland.
Im großzügigen Trampolinpark überlisten die Schülerinnen und Schüler die Schwerkraft.

Abwechslungsreiches Schulkonzert begrüßt den Frühling

Jazz meets Classic meets Pop meets Folk – so in etwa könnte das vom Publikum im voll besetzten Kirchensaal mit Begeisterung aufgenommene Konzert der Zinzendorfschulen bezeichnet werden. Den Auftakt machte die Jazzband in neuer Besetzung, bei der vor allem die Sängerinnen Silke Vogt und Donjeta Spahija mit ihren souveränen Stimmen mal im Duett – wie bei Horace Silvers „Song for my Father“ oder Ben Tuckers „Coming Home Baby“ – mal abwechselnd ihre Zuhörer in den Bann zogen. Der von Bart Howard komponierte Sinatra-Klassiker „Fly me to the Moon“ sprühte dabei ebenso vor Leben wie drei Songs von Duke Ellington, Nat Adderley und Charly Parker. Die bewährte Bläserfraktion mit Annette Fritz, Sr. Marga und Michael Maurer sowie Hans-Beat Motel trug mit ihren launigen Improvisationen das Ihrige dazu bei, dass man sich bei geschlossenen Augen eher in einem gemütlichen Jazz-Keller denn im ehrwürdigen Kirchensaal im Schwarzwald wähnen konnte.

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Die Orchester der fünften und sechsten Klassen hatten vor allem Traditionals wie „He’s got the Whole World“ oder „Lach Jeruschlalajim“ im Programm, aber auch den barocken Kanon von Johann Pachebel und den Filmsong „Eye oft he Tiger“. Sie hatten – wie übrigens alle Beteiligten des Frühjahrskonzerts unter der Leitung von Br. Ziegler – in der Musikwoche vor dem großen Konzert sowohl gemeinsam als auch immer wieder im Internat und zu Hause so fleißig geübt, dass es fast erstaunlich war, lediglich eine Violinistin des Fünfter-Orchesters bereits im großen Orchester wiederzufinden – was ohnehin eine erstaunliche Leistung ist. Aber die jungen Musiker haben ja alle Zeit der Welt, schließlich ist es an den Zinzendorfschulen üblich, dass im Schulorchester neben Schülern aller Jahrgangsstufen auch Altschüler, Eltern, Freunde und Mitarbeiter gemeinsam musizieren.

Vor dem Auftritt des Schulorchesters glänzten Dominik Schäfer (Trompete) aus der 9R, der Internatsschüler Wenqi Song (Klavier) aus der 10b und Sebastian Flaig (9b) auf der Posaune mit anspruchsvollen Stücken von Joy Webb, Jianzhong Wang und Leonard Bernstein.

Für das große Orchester hatte Br. Ziegler zwei Sätze aus George Bizets Arlésienne Suite und dem Balletto aus der ersten von Otto Respighis „Ancient Aires ans Dances“ gewählt.
Zu seiner Arlésienne Suite wurde Georges Bizet von Melodien aus der Provence inspiriert. Er komponierte die Musik 1827 als Bühnenmusik für ein Theaterstück. Das Prélude ist ein Marsch, dessen Thema auf ein altes Dreikönigslied aus der Gegend um Arles zurückführt, beim Farandole griff Bizet das gleiche Motiv noch einmal auf und kombinierte es mit kombiniert es mit dem „Tanz der feurigen Pferde“, einer provenzalischen Volksmelodie.

Das Konzert endete nach kurzweiligen eineinhalb Stunden mit einer Suite aus Andrew Lloyd Webbers Musical „Jesus Christ Superstar“ – aber nicht ganz: Als Zugaben wurden Medleys aus Bizets Oper „Carmen“ mit donnerndem Applaus gefeiert.

Auch die Bewohner des Internats haben für ihren großen Auftritt im Schulorchester fleißig geübt.
Beim Schulkonzert musizieren Schüler, Altschüler, Eltern, Lehrer, Freunde und Mitarbeiter der Zinzendorfschulen gemeinsam.

Großes Interesse an G8, G9 und Realschule

Einen guten Einblick in das facettenreiche Leben an den acht- und neunjährigen Zweigen des Zinzendorfgymnasiums und an der Realschule konnten sich Grundschüler und ihre Eltern bei der Viertklässlerparty verschaffen. Rund 200 Erwachsene ließen sich von Schulleitung, Lehrern, Schülern und Eltern die Besonderheiten des Schulwerks erklären, das besonderen Wert darauf legt, jedes Kind als Individuum wahrzunehmen. Die Grundschüler wurden währenddessen in mehreren Gruppen von der SMV betreut und bekamen unter anderem in Werkraum, Chemiesaal, Kunstatelier und Turnhalle einen ersten Eindruck von der mit rund 1000 Schülerinnen und Schülern größten evangelischen Privatschule mit Internat in Baden-Württemberg.

Während Schulleiter Br. Treude zunächst das gesamte Schulwerk mit seinen Besonderheiten – wie der Anrede der Lehrer als Bruder und Schwester, den Stillen Fünf Minuten
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und dem Morgensegen – vorstellte, erklärte parallel dazu in einem anderen Raum der stellvertretende Schulleiter Br. Hertnagel die Realschule. Hier knüpfen junge Menschen besonders früh Kontakte zur Berufswelt und erlernen mit erlebnispädagogischen Elementen spielerisch Teamfähigkeit.

Damit es nicht bei der Theorie blieb, konnten sich die Eltern bei beiden Teilen der Informationsveranstaltung anhand kleinerer musikalischer und dramaturgischer Einlagen selbst davon überzeugen, zu welchen Leistungen die Kinder an den Zinzendorfschulen befähigt werden.

„Bereits in der fünften Klasse werden die Schülerinnen und Schüler in Rhetorik geschult“, sagte die stellvertretende Schulleiterin und Abteilungsleiterin des Gymnasiums, Sr. Lutz-Marek. Mit Schauspieltechniken wie Atem- und Haltungstraining, aber auch Elementen aus dem Deutsch- und Musikunterricht lernen die Fünftklässler so ganz nebenbei, unbefangen vor größerem Publikum zu sprechen, was ihnen im Laufe ihrer Schulzeit bei Präsentationen und Referaten und später auch beim Studium und im Berufsleben zugutekommt.

Weitere Besonderheiten sind der differenzierte Unterricht (DU), der in Mathematik und Englisch jeweils eine Stunde im Wochenplan einnimmt und das Selbstorganisierte Lernen, bei dem sich die Kinder innerhalb des normalen Unterrichts selbstständig zwei Wochen lang einem bestimmten Thema widmen. Selbstverständlich bekommen sie wenn nötig Hilfestellung und die Ergebnisse werden später auch in geeigneter Form überprüft. „Das kann als Präsentation sein oder auch Teil einer Klassenarbeit“, so Sr. Lutz-Marek. Die verschiedenen Schulprofile Sprachen, Naturwissenschaft und Technik sowie Kunst und Design kamen ebenso zur Sprache wie der bilinguale Unterricht.

Großer Wert wird auf die Gemeinschaft an den Zinzendorfschulen gelegt, was sich in einer Vielzahl von Schulveranstaltungen und Arbeitsgemeinschaften zeigt, in denen nicht nach Schulzweigen unterschieden wird. Zur Schulgemeinschaft gehören am Königsfelder Schulwerk selbstverständlich auch die Eltern, weshalb der Vorsitzende des Gesamtelternbeirats der Gymnasien, Roland Brauner, die Elternarbeit vorstellte. Dazu gehört unter anderem die zweijährliche Ausrichtung eines großen Schulfestes. „Mit dem dabei eingenommenen Geld finanzieren wir Dinge wie etwa die Slackline auf dem Pausenhof oder T-Shirts für das SMV-Team.“

Nach den umfangreichen Informationen waren viele Eltern noch neugierig und ließen sich durch das Schulwerk führen, bevor sie ihre Kinder wieder in Empfang nahmen.

Schulleiter Johannes Treude erklärte den Eltern der künftigen Fünftklässler der Zinzendorfschulen die Besonderheiten der größten Privatschule mit Internat in Baden-Württemberg.

Schulleiter Johannes Treude erklärte den Eltern der Viertklässler die Besonderheiten der Zinzendorfschulen.

Drei Internatsschüler beim Landeswettbewerb Mathematik ganz vorne

Algebra, Geometrie, Wahrscheinlichkeitsrechnung und Zahlentheorie – Mathematik ist für viele Schülerinnen und Schüler eine Herausforderung. Jiaan Tian, Qian Chen und Wenqi Song vom Zinzendorfgymnasium stellten sich ihr mit Bravour und wurden für ihre überdurchschnittlichen Leistungen beim Landeswettbewerb Mathematik mit Urkunden und Buchpreisen ausgezeichnet. Qian aus der Klasse 9c und Jiaan (10c) belegten in der ersten Runde jeweils einen dritten Platz, Wenqi aus der 10b hat sich mit seinem ersten Preis für die nächste Runde des Wettbewerbs qualifiziert, der in diesem Jahr bereits zum 30. Mal ausgeschrieben wurde. Insgesamt hatten sich 613 Jugendliche aus Gymnasien, Realschulen und Gemeinschaftsschulen bis einschließlich Klassenstufe 10 an dem Wettbewerb beteiligt. Die drei Chinesen leben in Königsfeld im Internat, gehören in ihren Klassen im Mathematikunterricht jeweils zu den Klassenbesten und haben großen Spaß daran, in ihrer Freizeit Aufgaben zu lösen. „Die waren nicht so
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ganz einfach“, fand Wenqi, der auch im vergangen Jahr schon erfolgreich an dem Wettbewerb teilgenommen hatte. Seiner Mitschülerin Qian gefällt an mathematischen Aufgaben das logische Denken.

Wenqi Song, Qian Chen und Jiaan Tian (von links) bekamen Urkunden für ihre erfolgreiche Teilnahme an der ersten Runde im Landeswettbewerb Mathematik.

Erster Platz beim Planspiel Börse

Nachhaltigkeit ist Trumpf: Ein Team der Zinzendorfschulen hat sich beim Planspiel Börse, einem Online-Wirtschaftsspiel der Sparkassen, in der Nachhaltigkeitsbewertung gegen 3800 teilnehmende Teams im ganzen Bundesland durchgesetzt und den ersten Platz in Baden-Württemberg erzielt. Jetzt wurden sie an einem erlebnisreichen Tag in Stuttgart, bei dem neben der Besichtigung der Börse und einem Mittagessen in der Landesbank auch ein Besuch im Porsche-Museum auf der Tagesordnung stand, für den mit 1000 Euro dotierten ersten Platz vom Sparkassenverband Baden-Württemberg ausgezeichnet.
Julia Vieira da Silva, Hanna Hauber und Verena Nagel vom Wirtschaftsgymnasium machten als Team „Die BöseBörse“ einen Gewinn in Höhe von 4 402,96 Euro, wobei sie ausschließlich auf nachhaltige Aktien setzten. Der Themenschwerpunkt „Nachhaltigkeit“ soll zukunftsorientiertes und verantwortungsvolles Handeln schon bei jungen

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Leuten fördern. „Langfristige Strategien sollen kurzfristiges Handeln ersetzen – ohne dabei ökonomische Faktoren aus dem Blick zu verlieren“, hieß es in der Ausschreibung.
Die nachhaltigen Aktien im Planspiel Börse gehören dem Nachhaltigkeitsindex Ethibel Sustainability Index (ESI) Global an. In diesem Index sind ausschließlich nachhaltige Unternehmen aus Europa, Nordamerika und Asien-Pazifik gelistet.
„Es war eigentlich ganz einfach“, sagte Hanna Hauber, „besonders viel Zeit haben wir auch nicht in das Planspiel Börse investiert, einfach immer mal wieder auf den Stand geschaut und entsprechend reagiert.“ Sie fand es toll, dabei einen Einblick in den Börsenhandel zu bekommen und spielerisch ohne Risiko hautnah zu erlebenn, wie die Märkte funktionieren. Den Gewinn in Höhe von 1000 Euro vom Sparkassenverband teilen die drei Schülerinnen der Klasse WG1 genauso auf wie schon die 300 Euro, die sie von der Sparkasse Schwarzald-Baar für ihren ersten Platz bekommen hatten. Das Geld sparen sie für Klassenfahrten und Autos. Irgendwann einmal selbst Börsenmakler zu werden kommt für Hanna trotz aller Freude über den Gewinn nicht in Frage: „Das ist mir dann doch zu riskant.“
Ein weiteres Team vom Wirtschaftsgymnasium der Zinzendorfschulen war auf Kreisebene ebenfalls erfolgreich: „Global Industries“ aus der WG2 belegte den vierten Platz bei der Sparkasse Schwarzwald-Baar mit einem Depotwert von 55 448,27 Euro. Sie verfehlten den dritten Platz um nur knapp um 5 Euro. Alicia Elkmann, Luna Tröltzsch, Thomme Dannert und Alexander Baier dürfen sich über ein Preisgeld in Höhe von 150 Euro freuen.


Der Geschäftsführer der Stuttgarter Börse, Oliver Hans, Karin Geiger vom Sparkassenverband Baden-Württemberg und Petra Fluck von der Sparkasse Schwarzwald-Baar (rechts) gratulieren Hanna Hauber, Julia Vieira da Silva und ihrem Lehrer Raffael Limberger (von links) zu dem tollen Erfolg des Team BöseBörse, dem auch Verena Nagel angehörte, die leider nicht mit auf dem Bild ist. Foto: Sascha Baumann, Stuttgart

Rückblick auf ein buntes, vielseitiges Jahr

Man könnte meinen, dass an den Zinzendorfschulen noch mehr Vielfalt eigentlich nicht möglich ist und wird doch jedes Jahr beim Rückblick auf das vergangene Jahr aufs Neue überrascht. Kultur und Festlichkeiten, besondere Leistungen und interessante Besucher – in allen Bereichen, die zur Kür einer Schule gehören, pulsierte auch 2016 wieder das Leben.

Den Konzertreigen eröffnete Beethovens Klavierkonzert Nr. 3, c-Moll, zu dem Musiklehrer Br. Ziegler neben weiteren Berufsmusikern den mit internationalen Preisen bedachten Pianisten Jochen Ferber gewinnen konnte. Für die Schüler war es ein ganz besonderes Erlebnis, einmal in einem so hochkarätig besetzten Orchester mitspielen zu können.

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Musikalisch in eine völlig andere Richtung ging das nicht minder mitreißende, von der SMV organisierte Reggae-Konzert. Black Prophet, ein Vollblutmusiker aus Ghana, begeisterte zusammen mit seiner Band beim Open-Air-Konzert im EDH-Garten nicht nur Schüler und Lehrer – auch manche Passanten freuten sich über das Gute-Laune-Event umsonst und draußen. Das Sommerkonzert unter Leitung von Br.Michel stand unter dem Motto „Männer und Frauen“, zuvor hatte es noch die Sommerserenade gegeben, die dank der guten Witterung auf dem Schulhof ihr Publikum fand.

Auf der Bühne inszenierten zwei Literatur- und Theaterkurse der Oberstufe die Stücke „Alltag und Ekstase“ und „Liebe, Sex und andere Nichtigkeiten“, die Unterstufen-Theater-AG zeigte unter Leitung von Verena Duschek das selbst geschriebene moderne Märchen „Nescha“ und beim Altschülertreffen bezauberten die Unterstufen-Schüler in toller Kulisse und mit spektakulären Tiermasken mit dem Kindermusical „Immanuel, Immanuel“. Das englischsprachige White Horse Theatre gastierte mit einer Inszenierung von „Dr. Jeckyll and Mr. Hyde“.

Im Bereich der Bildenden Kunst präsentierten Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen einen Querschnitt ihrer im Kunstunterricht entstandenen Werke in Form von Malerei und Grafik, plastischen Arbeiten aus verschiedenen Materialien, Modellbau und Fotografie zu verschiedensten Themen und Unterrichtsinhalten. Einige davon waren auch in der Veranstaltungsreihe des Villinger Kulturamts „Nie wieder!“ rund um die Aufführung von Benjamin Brittens „War Requiem“ im Villinger Franziskaner zu sehen.

Neben den Sportlern, die in den Sparten Golf und Fußball bei Jugend trainiert für Olympia tolle Leistungen erzielten, taten sich Schüler auch in Mathematik und den Naturwissenschaften hervor: Im Technikunterricht konnten sie mit dem Bau von Stadion-Modellen die Jury begeistern und durften im Europapark Rust einen Preis der Ingenieurkammer Baden-Württemberg in Empfang nehmen. Drei chinesische Internatsschüler haben in der ersten Runde des Landeswettbewerbs Mathematik einen ersten, zweiten und dritten Platz gewonnen, einer von ihnen kam in der nächsten Runde auf einen hervorragenden zweiten Platz.

Gute Ergebnisse hatten auch die Action!Kidz wieder erzielt und wurden für ihre kreative Spendensammlung mit einer exklusiven Zaubershow im Haus des Gastes belohnt.
Ebenfalls viel Spaß hatten alle Schülerinnen und Schüler bei den Projekttagen vor den Sommerferien, die in einem bunten, von den Eltern organisierten Schulfest mündeten.

Bei einem spannenden Vortrag des Profi-Hackers Erwin Markowsky wurde den Schülern vor Augen geführt, wie unsicher die Kommunikation mit einem Smartphone ist. Die Problematik der Mobiltelefone betreffend der Rohstoffe und des Herstellungsprozesses beleuchtete der gebürtige Kongolese Tshamala Schweitzer, der später im Jahr erneut nach Königsfeld kam und einen Blick auf die Rolle, das Schicksal und die Zukunft Afrikas warf.

Ebenfalls aus Afrika berichtete die Hebamme Christiane Klingner aus Königsfeld, die zwei Monate lang in Tansania ihr Wissen weitergegeben hatte. Der Altschüler Robin Staab schilderte sehr eindrücklich die Erlebnisse während seines Freiwilligen Sozialen Jahres in Nepal.

Verschiedene Kulturen und Religionen finden sich auch im unmittelbaren Umfeld. Neugierde weckte daher der interreligiöse Tag der Fachschulen, das Thema Migration brachten zwei Mitarbeiterinnen der Landeszentrale für politische Bildung den angehenden Erzieherinnen und Erziehern nahe.
Selbst auf Reisen gingen Ausrauschschüler, Jahr neben Marokko und Frankreich auch das spanische Tortosa als neues Ziel angeboten wurde.

Im Internat, das sich sich seit dem Sommer mit einer eigenen Website präsentiert, gab es nach den Sommerferien einen interkulturellen Workshop für die Schülerinnen und Schüler.
Egal, ob mit oder ohne Migrationshintergrund – zu Meinungsverschiedenheiten kann es in jeder Form von Gemeinschaft kommen. Damit diese nicht ausarten, wurden an den Zinzendorfschulen Streitschlichter ausgebildet.

Im Christoph-Blumhardt-Haus haben 15 Schülerinnen und Schüler der Klassen 9R und 9W ein tolles generationenübergreifendes Projekt umgesetzt: Sie haben gemeinsam mit Bewohnern Speisen und Getränke für deren Sommerfest hergestellt.

Das Lernen an sich wurde bei einem öffentlichen Vortrag des Methodentrainers Heinz Klippert thematisiert, einen weitgefächerten Überblick über ihre beruflichen Möglichkeiten fanden junge Menschen und ihre Eltern bei der Berufsfindungsmesse Campus Comenius, zu der in diesem Jahr mit 38 Ausstellern zehn mehr als im Vorjahr kamen.

Im vergangenen Jahr gab es auch einige personelle Änderungen an den Zinzendorfschulen, vor allem bei den „Urgesteinen“: Die Reinigungskraft „Lubi“, der Hausmeister Robert Maurer, der Abteilungsleiter der Realschule, Br. Giesel, die Leiterin des Tagesinternats, Sr. Korell und der Gymnasiallehrer Br. Carle dürfen sich über mehr Zeit für ihre Hobbys freuen. Auch der langjährige Verwaltungsleiter Br. Schaible, wurde in den Ruhestand verabschiedet, an seine Stelle ist Br. Banholzer gerückt.

Schulkonzert Schulchor Zinzendorfschulen
Eine Vielzahl an Konzerten gehört traditionell in den Jahreszyklus an den Zinzendorfschulen.

Feierliche Adventssingstunde

Die vorweihnachtlichen Singstunden im Kirchensaal der Herrnhuter Brüdergemeine sind immer etwas ganz Besonderes. Eine davon wird traditionell von den Zinzendorfschulen gestaltet. In diesem Jahr hat Br. Ziegler die musikalische Gesamtleitung übernommen und zum Auftakt das englische Weihnachtslied „God rest you merry, Gentlemen“ in der deutschen Übersetzung von Manfred Siebald gewählt, das als Zugabe nach dem Ende dieses Liedgottesdienstes noch einmal erklang.
Höhepunkt der mal fröhlichen, mal erhabenen Singstunde war jedoch Dietrich Buxtehudes barocke Adventskantate nach dem Paul-Gerhard-Text „Wie soll ich Dich empfangen“, bei der ein stimmgewaltiger Chor aus Schülern, Lehrern, Altschülern und Eltern zu hören war. Das Schulorchester wurde an diesem Abend vom Kammerorchester St. Georgen unterstützt, gemeinsam schufen alle Musiker unter dem großen Herrnhuter Stern eine berührende Atmosphäre bis hin zum eher getragenen Schluss bildete
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„Dona nobis pacem“ aus Johann Sebastian Bachs h-moll-Messe. Kinder kuschelten sich an ihre Eltern, die Erwachsenen genossen teils mit geschlossenen Augen und einem zufriedenen Lächeln auf dem Gesicht die hochkarätige musikalische Darbietung.
Dazwischen sangen immer wieder – begleitet von der Organistin Ulricke Brusch – Chor und Gemeinde gemeinsam Lieder aus dem Evangelischen Gesangbuch, ebenfalls aus allen Kehlen ertönte nach der kurzen Lesung des Schulpfarrers Br. Fischer der von Br. Ziegler arrangierte Gloria-Kanon.Besonders inbrünstig gab der Unterstufenchor der europäische Weihnachtslieder zum Besten. Br. Michel hatte traditionelle Weisen aus Skandinavien, dem Balkan und aus England bearbeitet und gemeinsam mit Sr. Ermich mit den Kindern einstudiert.

Auch der Unterstufenchor der Zinzendorfschulen hatte drei Lieder einstudiert.

EDH-Bewohnerinnen beschenken indisches Patenkind und packen Schuhkartons

„Geben ist seliger denn nehmen“ steht schon in der Bibel und so denken die Bewohnerinnen des Erdmuth-Dorotheen-Hauses in der Vorweihnachtszeit an Kinder, denen es nicht so gut geht wie ihnen. Für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ haben sie im ganzen Haus gesammelt Geschenkekartons mit Schreibmaterialien, Cremes und Zahnbürsten gepackt.
Auch das Patenkind des EDH, die im Nordosten Indiens lebende Lanyorin, wurde wieder mit einer großzügigen Spende bedacht, die ihr den Schulbesuch für das kommende Jahr sichert. Die Neunjährige gehört zum Stamm der Tangkhul Naga, der seit dem 19. Jahrhundert christlich geprägt ist, und in dem es keine Kasten gibt. Über das private Hope Project werden mit jährlich 144 Euro die Schulgebühren und Schuluniformen für ein ganzes Schuljahr finanziert.

 

Lanyorin ist das Patenkind der EDH-Bewohnerinnen.
Das Patenkind der EDH-Bewohnerinnen, die neunjährige Lanyorin, und ihre Mutter freuen sich über die Winterdecke, die ihr die Organisatorin des Hope Project überreichte.

Eltern am ersten Advent im Internat

Zum Leben im Zinzendorfinternat gehört der enge Kontakt zur Familie selbstverständlich dazu. Neben Telefonaten und Mails gibt es Heimreisewochenenden und manchmal kommt auch die Familie zu Besuch. Am ersten Adventssonntag sind traditionell Eltern und Geschwister oder auch die Großeltern eingeladen, diesen Auftakt zur Weihnachtszeit in Königsfeld zu verbringen. Die Eltern der Jungen waren in diesem Jahr zum festlichen Mittagessen mit Kresserahmsüppchen, Auberginen-Piccata, Lebkuchen-Eisparfait und anderen Leckereien eingeladen. Fünf talentierte Pianisten unter den Internatsbewohnern nahmen zwischen den verschiedenen Gängen am Flügel Platz und begeisterten unter anderem mit Beethoven und Filmmusik aus der „bezaubernden Welt der Amelie“. Zwischen Nachtisch und Kuchenbuffet zeigten alle Schüler gemeinsam das Theaterstück „W wie Weihnachten“, in dem sie sich die Frage stellten „Was war Weihnachten und warum?“ Sie sinnierten über Weihnachts-Shopping und
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Werbung und kamen dann zu dem Schluss: „Wir wollen wieder wahre Weihnachten!“
Im Erdmuth-Dorotheen-Haus waren die Eltern der Mädchen im historischen Speisesaal zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Die Küche hatte leckere Kuchen und Torten gezaubert und auch die Veganer nicht vergessen. Damit die Mädchen in der Weihnachtszeit ihre Familien nicht allzu sehr vermissen, verzierten diese Christbaumkugeln mit guten Wünschen wie Ausdauer und Zuversicht. Jede Kugel war speziell für eines der Mädchen gestaltet und bis Weihnachten hängen sie alle in dem Baum im Kaffeezimmer. Die Schülerinnen bildeten einen Chor und sangen, zwei von ihnen spielten in Begleitung der Musiklehrer Br. Ziegler und Sr. Ermich Stücke von Händel und die Bewohnerinnen des „7. Himmel“ zeigten einen Film, in dem sie humorvoll-überspitzt das Leben im Internat zeigten.
Alle Familien hatten einen schönen ersten Advent gemeinsam verbracht und ihren Kindern das Wichtigste geschenkt: Zeit. Wie wichtig das ist, hatte der Schulleiter Br. Treude bei der Begrüßung hervorgehoben: „Es ist ein besonderes Zeichen, sich Zeit zu nehmen für die, die einem wichtig sind.“
Eine kleine Bildergalerie gibt es hier.

Für die Mädchen wurden Kugeln mit guten Wünschen bemalt. Ein Klick auf das Bild führt zum Beitrag des Mädchenchors.

Schüleraustausch in Spanien, Marokko und Frankreich

Egal, wie gut der Unterricht in einer Fremdsprache ist – ein Aufenthalt in dem jeweiligen Land, in dem sie gesprochen wird, verschafft Schülern immer einen kräftigen Motivationsschub, weshalb an den Zinzendorfschulen regelmäßig Schüleraustausche in verschiedene Länder angeboten werden. Neben den Austauschprogrammen mit Casablanca und Saint Chamond wurde in diesem Jahr zum ersten Mal ein Austausch ins spanische Tortosa organisiert.
Wie es dazu kam, ist eigentlich eine Geschichte für sich: Eva und Josep Meseguer, die beide im Lehrberuf – er an der privaten Diözesanschule Sagrada Familia in Tortosa – tätig sind, lernten im vergangenen Sommer auf einem Campingplatz bei Freiburg Christina Wendt kennen. Die ehemalige Verwaltungssekretärin der
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Zinzendorfschulen legte ihnen das Königsfelder Schulwerk wärmstens für einen Schulaustausch ans Herz. Wieder zu Hause in Spanien nahm Josep Meseguer Kontakt nach Deutschland auf und es begann eine intensive Vorbereitungsphase für den Austausch. Im Oktober war es dann endlich so weit: 19 Schüler und Schülerinnen der drei zehnten Klassen des Gymnasiums erlebten in Begleitung ihrer Lehrer Sr. Prescha und Br. Kreihe eine Woche voller neuer Eindrücke, Begegnungen und Gespräche.
Das Programm der Gastgeber war liebevoll und reich gestaltet: Nach der Landung in Barcelona besuchte die Gruppe gemeinsam mit dem Ehepaar Meseguer und deren Kindern Adai und Edelweiss zunächst den Montjuic, Gaudís Sagrada Familia und die Altstadt, bevor es weiter ins rund 200 Kilometer südlich der Hauptstadt Kataloniens gelegene Tortosa ging. „Tortosa liegt in der Nähe des Ebro-Delta, das wir per Schiff und Bus besichtigten“, erklärte Sr. Prescha und berichtete von interkulturellen Begegnungen der Zehntklässler und „Tortosiner“, zu denen vor allem ein langer Kajakausflug auf dem Ebro gehörte.
„Beide Seiten waren sehr neugierig aufeinander und die Königsfelder staunen immer wieder über die temperamentvollen und lauten Tortosiner“, sagt sie und freut sich, dass die Gäste aus dem Schwarzwald sowohl im Unterricht als auch in der Mensa sehr positiv auffielen.
Die imposante Schule – ein ehemaliges Priesterseminar – ist auf einer Anhöhe gelegen und ragt deutlich aus der Stadtsilhouette heraus. Die Schüler waren dort im Studentenwohnheim untergebracht. Sie staunten über den sehr lauten Gong der den Rhythmus des dortigen Schulalltags markierte und wurden durch das Labyrinth der Flure zur Bibliothek, der Kapelle, in den Garten und zu den Sportanlagen geführt. Am letzten Abend gab es für alle ein gemeinsames Barbecue.
Niemand war auf sich gestellt, Lehrer und Schüler aus Tortosa begleiteten die Zinzendorfschüler durch die Stadt und zum Empfang im Rathaus. „Sie debattierten auf Englisch, diskutierten auf Spanisch, spielten Fußball mit französischen Studenten und natürlich auch mit Tortosiner“ berichtete Sr. Prescha von der anregenden Woche und verriet: „Einige waren so mitgerissen von den vielen Eindrücken, dass sie am liebsten da geblieben wären.“ Sie bedankte sich bei allen Beteiligten für die Gastfreundschaft, insbesondere Josep Meseguer und Monsignore Tomás Mor.
Fast zeitgleich waren die neunten und zehnten Klassen mit Sr. Maurer und Br. Bick in Frankreich und eine Gruppe Zehntklässler mit Br. und Sr. Jehle in Marokko. Wie auch in Tortosa besuchten in Saint Chamond die Austauschschüler aus Königsfeld ebenfalls eine Schule in kirchlicher Trägerschaft. Im Collège Sainte Marie erstellten sie morgens während des Unterrichts bei freier Wahl des Mediums Reportagen über die verschiedenen Aspekte ihres Austauschs, wie etwa das Essen oder die Schule. Nachmittags standen sportliche und kulturelle Aktivitäten auf dem Programm. Für die meisten war jedoch der ganztägige Besuch in Lyon unbestrittener Höhepunkt des Austauschs. Alle Beteiligten freuen sich schon auf den Gegenbesuch im Mai.
Auch in Casablanca standen viele kulturelle und sportliche Unternehmungen im Vordergrund. „Besonders spannend ist natürlich die persönliche Begegnung mit einer anderen Kultur und Lebensweise“, konnte Br. Jehle beobachten, der diesen Austausch schon zum neunten Mal angeboten hat.
Internatsschüler aus dem Schwarzwald waren zum Schüleraustausch in Spanien, Frankreich und Marokko.
Neben den langjährigen Schüleraustauschen nach Frankreich und Marokko fuhren in diesem Jahr zum ersten Mal Zinzendorfschüler ins spanische Tortosa.

Campus Comenius macht den Blick in die Zukunft klarer

Welcher Beruf passt zu mir, worauf muss ich bei der Bewerbung achten, wie sieht der Arbeitsalltag eines Mechatronikers aus, welche Voraussetzungen muss ich mitbringen, um Restaurantkauffrau zu werden und wo kann ich ein Vorpraktikum für mein Architekturstudium machen? Die Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um Berufsfindung fanden junge Menschen und ihre Eltern bei der diesjährigen Messe Campus Comenius der Zinzendorfschulen.
Mit 38 Ausstellern verschiedenster Branchen waren in diesem Jahr zehn Betriebe, Institutionen und Organisationen mehr zu Gast in Königsfeld als im Vorjahr. „Jugendliche haben zum Teil ganz unterschiedliche Begabungen“, sagte Schulleiter Br.Treude, „und diese Vielfalt an Begabungen erfordert eine Vielfalt an Angeboten.“ Ein Hochschulstudium sei längst nicht mehr der einzige Weg in eine erfolgreiche berufliche Laufbahn.

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Das bestätigte auch Miriam Hirt von der Personalabteilung des Landratsamtes Schwarzwald-Baar-Kreis: „Wir bieten sowohl duales Studium als auch eine klassische Ausbildung für insgesamt elf verschiedene Berufe an. Heute haben sich die meisten Jugendlichen für eine Ausbildung interessiert, vor allem für den Beruf des Fortwirts.“
Bei der Niedereschacher Schmid Technology Systems GmbH, die ebenfalls sowohl Ausbildungsplätze als auch duales Studium anbietet, war es jedoch umgekehrt. Hier wollten die jungen Menschen vor allem wissen, wie lang das Studium dauert, was sie dabei lernen und wie nach dem Abschluss ihre Chancen stehen.
„Die Beratung ist an allen Ständen sehr kompetent und jugendnah“, freute sich Sandra Wietzel-Fleig, deren ältere Tochter in die achte Klasse geht. Bei der Berufsfindungsmesse der Zinzendorfschulen konnte sie mit vielen Auszubildenden ins Gespräch kommen und so aus erster Hand erfahren, wie deren Berufsalltag aussieht. „Sie hat viele Interessen, sowohl im technischen als auch im sozialen und im musisch-kreativen Bereich. Irgendwann muss sie sich die Frage stellen, was davon zum Beruf werden soll und was Hobby bleiben darf.“ Um das auszuloten, böte Campus Comenius eine ideale Gelegenheit. Dem stimmte auch Frank Kramer zu, der seine Tochter Lucia begleitet hat: „Man kann ich auf kleinem Raum innerhalb kurzer Zeit informieren.“
Viele Fragen wurden in persönlichen Gesprächen geklärt und Vorurteile ausgeräumt. So kann beispielsweise gelegentlicher Wochenend- und Nachtdienst in der Altenpflege durchaus ein Vorteil sein: „Dafür hat man ja in der Woche Freizeit“, meinte Astrid Schmid vom der Altenpflegeschule Geisingen.
Die Schüler Linda und Jannik aus der 8R hatten die Aufgabe, sich über verschiedene Berufe zu informieren und diese später in der Klasse vorzustellen. „Ich wäre aber auch freiwillig gekommen“, sagt Jannik, denn er weiß noch nicht so genau, was er später einmal machen will. Im Moment zieht es ihn eher in den technischen oder kaufmännischen Bereich, für beide gab es viele Informationsmöglichkeiten.
Der diesjährige Schwerpunkt der Messe, die Freiwilligendienste im In- und Ausland, kamen auch gut an. Am Stand vom Deutschen Roten Kreuz holten sich viele Jugendliche zum Teil aus erster Hand Informationen über das Freiwillige Soziale Jahr, über Austauschprogramme im Ausland berichteten die Vereine Youth for Understanding und AFS interkulturelle Begegnungen.
Wer sich nach dem Rundgang über die Messe noch immer unsicher war, konnte sich bei einem Workshop von Norman Tober über die Birkman-Methode informieren, die jungen Menschen hilft, sich selbst zu verstehen und anhand der eigenen Persönlichkeitsmerkmale den geeigneten Beruf zu finden. Weitere Workshops gab es von Deutscher Bank und Sparkasse sowie dem Bildungpartner der Zinzendorfschulen, der EGT AG Triberg. Die Berufsfachschulen, deren Schülerinnen und Schüler bei der Bewirtung und Bewerbung der Messe fleißig mitgeholfen hatten, stellten sich auch in einem Workshop vor.
Nicht nur die Schüler und die Aussteller, auch die Eltern waren von der Messe sehr angetan. Jörg Kasseckert aus Waldshut-Tiengen, dessen Tochter das Internat der Zinzendorfschulen in Königsfeld besucht, meinte, das Das Angebot und die Vielfalt der Aussteller seien „sensationell“ und staunte über die Kompetenz der anwesenden Personalchefs: „Die wissen ganz genau, welche Berufe und Qualifikationen in Zukunft gefragt sein werden.“

Bei der Berufsfindungsmesse Campus Comenius der Zinzendorfschulen konnten die Internatsschüler viele Anwenungen ausprobieren.
An vielen Ständen – wie hier bei Kendrion – hatten die Auszubildenden witzige Anwendungen gebaut. Messebesucher konnten per Knopfdruck Süßigkeiten wählen.

Schüler öffnen Eine-Welt-Kiosk

Seit Beginn dieses Schuljahres gibt es an den Zinzendorfschulen einen Kiosk mit ausschließlich fair gehandelten Produkten. Die Schülersprecherin Tabea Jauch hatte den Impuls dazu gegeben und auch gleich die Schulleitung von ihrer Idee überzeugen können. Schon im vergangenen Schuljahr hatte sie gemeinsam mit einer AG, an der sich Schülern aller Altersklassen beteiligten, Ideen gesammelt und diese mit dem Kurs Sozialmanagement vom Sozialwissenschaftlichen Gymnasium, ihrer Stellvertreterin Eurona Jakubi und weiteren SMV-Mitglieder nach und nach umgesetzt. Mehr als 50 verschiedene Waren von Keksen über Bananenchips, Orangensaft, Schokolade bis hin zu Schulheften gibt es mittlerweile in dem Eine-Welt-Kiosk zu kaufen.
„Ich bin völlig überwältigt, wie gut unser Angebot angenommen wird“, sagt Tabea, die sich über einen Umsatz von 800 Euro in den ersten vier Wochen freut. Die

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Erstausstattung der Ware hat die SMV aus ihrer Kasse bezahlt, die Produkte beziehen sie über den Königsfelder Eine-Welt-Laden Ujamaa. „Wir bekommen die Ware zum Glück auf Kommission, müssen also kein Risiko eingehen und können immer mal wieder unser Sortiment erweitern.“
Der kleine Laden neben dem Lehrerzimmer, der jeden Vormittag in den beiden großen Pausen geöffnet hat, ist bei Schülern aller Altersklassen beliebt. „Ich kaufe gerne hier ein, weil die Menschen, die die Produkte hergestellt haben, gut bezahlt werden“, sagt Anna aus der 6a und auch Kilian aus der Eingangsklasse der beruflichen Gymnasien findet die Idee gut. Seine Jahrgangsstufe übernimmt im Wechsel jeweils zu zweit die Kasse, um die Nachbestellungen und das Einräumen der Regale kümmert sich die SMV. Der Kurs Sozialmanagement entwirft das Logo, Flyer und Plakate.
„Das Angebot ist richtig toll“, meint auch die Schulsekretärin Sabine Milbradt, „die haben sogar blaue Chips!“ Die teils außergewöhnlichen Schokoladen- und Teesorten gefallen ihr genauso wie der praktische Aspekt, einen Teil der Einkäufe gleich auf dem Schulgelände zu erledigen. „Wir Sekretärinnen haben beschlossen, den Kaffee für die Verwaltung künftig immer da zu kaufen.“

Eine-Welt-Kiosk im Schwarzwald: Schüler der Zinzendorfschulen und -Internat leiten neuen Laden in Königsfeld.
Schülersprecherin Tabea Jauch (zweite von links) und ihre Stellvertreterin Eurona Jakubi (zweite von rechts) sind für den Kiosk verantwortlich, sie werden dabei von weiteren SMV-Mitgliedern, den Eingangsklassen der beruflichen Gymnasien, dem Kurs Sozialmanagement vom Sozialwissenschaftlichen Gymnasiumn sowie der Eine-Welt-Kiosk-AG unterstützt.

Interkulturelles Training erleichtert das Miteinander im Internat

„Wenn ich in China in ein Lokal gehe, Daumen und Zeigefinger in die Höhe halte, und Cola bestelle, bekomme ich acht Gläser.“ Die Jungen und Mädchen vom Zinzendorfinternat staunen nicht schlecht, als der erfahrene Erlebnispädagoge Fridolin Weiner ihnen mit Hilfe eines ihrer Mitschüler zeigt, dass in China sogar die Zahlen mit den Händen anders angezeigt werden als in Deutschland. Kein Wunder also, dass es auch in anderen Bereichen des Miteinanders gelegentlich zu Missverständnissen kommt. Um diese auszuräumen, haben Weiner und zwei Kolleginnen von der Hamburger Weiterbildungseinrichtung InterCultur ein ganzes Wochenende mit den Jugendlichen trainiert.
Zunächst einmal ging es darum, kulturelle Unterschiede und deren Auswirkungen im zwischenmenschlichen Bereich kennenzulernen. Dazu wurden sie fiktiven Kulturkreisen

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zugeteilt: Die einen waren die emotionalen, kreativen „Handländer“, die alles mit ihren Händen begreifen müssen, die anderen die eher rationalen, technikaffinen „Fußländer“, die mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen. Gemeinsam mussten sie eine Aufgabe bewältigen, deren Ergebnis sich am Ende trotz aller Gegenseitigkeiten sehen lassen konnte.
Zwölf Schülerinnen und Schüler aus Fernost besuchen derzeit im Schwarzwald gemeinsam mit Jugendlichen aus ganz Süddeutschland und den Nachbarländern die unterschiedlichen Schulzweige des evangelischen Schulwerks. „Die internationale Zusammensetzung der Schulgemeinschaft bietet eine tolle Gelegenheit, etwas über ferne Länder und Kulturen zu erfahren“, freut sich Vincent Acocella, der das interkulturelle Training als sehr anregend empfand.
Bei dem Workshop lernten die jungen Menschen an praktischen Beispielen, dass bei der Kommunikation zwischen zwei Individuen immer der jeweilige Erfahrungshintergrund eine Rolle spielt. Ein temperamentvoller, rhythmusbetonter Musikclip verdeutlichte das eindrucksvoll. Die meisten tippten darauf, dass die Musik beim Karneval in Rio zu hören sei, die Auflösung zeigte jedoch: Es handelt sich um eine ghanaische Beerdigung. „Die Erfahrungen, die wir in unserem Leben gemacht haben, spielen unbewusst immer eine Rolle, um neue Erlebnisse einzusortieren“, erklärte Fridolin Weiner.
Eine zentrale Rolle spielten auch verschiedene Übungen zum Teambildung. Mal ging es darum, dass ein unbeweglicher „Schäfer“ seine „Herde“, die aus Mitschülern mit verbundenen Augen bestand, durch Geräusche wie Klatschen oder Schnalzen in den Stall führt, bei einem anderen Spiel mussten die Jugendlichen mit verbundenen Augen über eine Slackline laufen. Sie wurden dabei von ihren Mitschülern gehalten und mussten sie dirigieren, in welche Richtung sie ausbalanciert werden wollten. In einer anderen Übung ging es darum, nur aus Holzleisten eine sich selbst tragende Brücke zu konstruieren. In den Teams rauchten die Köpfe und jeder konnte seine Ideen einbringen. „Ich habe schon viele Teamtrainings mitgemacht“, meinte der Berufsfachschüler Lukas, „aber diesmal war es endlich mal etwas ganz anderes.“
Besonders spannend fanden die Jugendlichen die Zukunftswerkstatt, in der verschiedene Ideen gesammelt wurden, wie das Zusammenleben im Internat in fünf Jahren aussehen könnte. Eines der Projekte, die sie sich erdacht hatten, nannten sie „Cook & Learn“ – hierbei kochen die Schüler gemeinsam ein internationales Gericht und sammeln dabei Hintergrundinformationen über das jeweilige Herkunftsland.
Der vom Humboldt-Institut und der Bildungsberatung Ouyang geförderte Workshop setzte nicht nur bei den Schülern an. Am Abend diskutierten die Pädagogen von InterCultur mit den Erzieherinnen und Erziehern der Zinzendorfschulen, wie sie den internationalen Schülern helfen können, sich trotz kultureller Unterschiede schnell im Schwarzwald einzuleben. „Es sind viele gute Ideen entstanden, die im Internatsbeirat, einem Gremium von Schülern und Internatsleitung, weiter vorangetrieben werden“, resümierte Internatsleiter Br. Sendlbeck.

Beim Teamtraining im Internat mussten sich die Jugendlichen aufeinander verlassen.
Vertrauen gehört in einem Team dazu.

Nachtrag zur Kunstausstellung

Zur großen Kunstausstellung vom Juli erreichte uns jetzt ein toller, länger Film. Nikolai Burk hat ihn während der Vernissage aufgenommen. Ansehen lohnt sich gleich doppelt – zum einen, um die phantastischen Kunstwerke noch einmal zu sehen, zum anderen für die spektakulären Luftaufnahmen.

Der Film zur Vernissage der Kunstausstellung an Schule und Internat beinhaltet auch tolle Luftaufnahmen von Königsfeld im Schwarzwald.
Nikolai Burk hat über die Vernissage zur Kunstausstellung einen tollen Film gedreht.

Wechsel in der Verwaltungsleitung

Nach 26 Jahren haben die Zinzendorfschulen mit einem feierlichen Festakt ihren Verwaltungsleiter, den Diplomkaufmann Wolfgang Schaible, in den Ruhestand verabschiedet. Die große Zahl der – teils von weit angereisten – Festredner unterstrich, was Schulleiter Br. Treude bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste im Kirchensaal der Herrnhuter Brüdergemeine heraushob: „Das Königsfelder Schulwerk, dem sich rund 1000 Schülerinnen und Schüler anvertrauen, ist eingebunden in ein Netz vielfältiger Organisationen, politischer Strukturen, Schulen und Internate.“
Die Hauptreden bei dem musikalisch von einem Kammerorchester und einem Chor begleiteten Festakt hielten zwei Mitglieder der Kirchenleitung der Evangelischen Brüder-

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Unität: Pfarrerin Benigna Carstens zeigte in ihrer Ansprache Br. Schaibles Verdienste um das Königsfelder Schulwerk auf, Heide-Rose Weber hieß seinen Nachfolger, den Diplom-Betriebswirt (BA) Tobias Banholzer, willkommen.

Wechsel in der Verwaltungsleitung in Königsfeld.
Tobias Banholzer (links) ist der Nachfolger von Wolfgang Schaible.

Schüler mit drei Gottesdiensten willkommen geheißen

Mit den beruhigenden Worten „Nobody is perfect“ – also: „Niemand ist perfekt“ wurden den jüngsten Schülerinnen und Schülern die Sorge vor dem Neuen genommen. „Es ist nicht schlimm, wenn Ihr Fehler macht“, lautete die Botschaft, die Schulpfarrer Br. Fischer, die Religionslehrerinnen Sr. Fischer und Sr. Klingner-Huss sowie Schulleiter Br. Treude in dem letzten der insgesamt drei Gottesdienste zum Schuljahresbeginn übermittelten. „Wir sind Lernende und das heißt auch, aus Fehlern zu lernen“, sagte Br. Fischer. So würde heute zum Beispiel niemand mehr auf die Idee kommen, einen Turm wir den in Pisa auf zu weichem Untergrund zu bauen.
Die Gottesdienste wurden musikalisch von Lehrerinnen und Lehrern begleitet und boten für alle Schülerinnen und Schüler einen guten Wiedereinstieg in den Schulalltag nach den Sommerferien.

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Schulleiter Br. Treude wünschte allen „Viel Power und viel Spaß“, bevor die neuen Zinzendorfschülerinnen und – schüler einzeln begrüßt wurden und ihre Schul-Polohemden bekamen, die sie nun als Teil der Schulgemeinschaft auszeichnen.

Die Bewohnerinnen und Bewohner des Internats waren bereits am Vortag in den Schwarzwald angereist und hatten es sich in ihren Zimmern gemütlich eingerichtet.

Der erste Tag nach den Sommerferien war nicht nur für die Fünftklässler der Beginn eines neuen Lebensabschnitts – es wurden mit Sr. Moosmann (Deutsch, Englisch und Erdkunde) und Br. Hudek (Englisch und Gemeinschaftskunde) auch zwei neue Lehrer in Königsfeld begrüßt.

Die neuen Fünftklässler wurden genau wie alle anderen Schüler der Zinzendorfschulen und des Internats mit einem Gottesdienst willkommen geheißen.
Die neuen Fünftklässler bekamen jeder ein Schul-Poloshirt.

Tschüß und macht’s gut!

Und wieder hieß es am Internat Abschied zu nehmen von langjährigen Mitbewohnerinnen. Jeweils zwei Schülerinnen mit Hauptschulabschluss, Fachschulreife und allgemeiner Hochschulreife haben ihre Schulzeit beendet und wurden Erdmuth-Dorotheen-Haus von ihren Mitschülerinnen und Erzieherinnen verabschiedet. Wie immer gab es eine Schultüte, die ihre Schulzeit symbolisch beendete, Gedichte und ein letztes gemeinsames Beisammensein.
Nathalie ließ in einer kleinen Ansprache die Zeit im Internat Revue passieren: „Clarissa und ich waren jetzt drei Jahre auf dem Internat Als wir hierher kamen, wurden wir von allen mit offenen Armen empfangen. Wir hatten immer einen Ansprechpartner, wurden nie alleingelassen, egal mit welchen Sorgen oder Problemen und konnten uns der Unterstützung der anderen immer sicher sein.“

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Besonders die Internatswochenenden und gemeinsamen Ausflüge würden ihr immer in sehr guter Erinnerung bleiben. „Aber auch während der Woche war es schön, dass wir unsere Freunde immer um und hatten und nie weit laufen mussten, um sie zu sehen“
Im „7. Himmel“, in dem die älteren Schülerinnen in einer Art WG leben, durften sie noch einmal eine ganz andere Art der Gemeinschaft erleben. „Gemeinsames Kochen, essen auf dem Balkon, Fernsehabende in der Gruppe und nicht zuletzt die ewigen Diskussionen um das schmutzige Geschirr werden wir nicht so schnell vergessen .“

Ihre Mitbewohnerinnen verabschiedeten sich von den Schulabsolventinnen Clarissa Dahlinger, Alisa Ernst , Jo-Marie Faisst, Nathalie Rabel, Lee-Ann Scarinci und Gisèle Wittmann.

Schülerinnen werden nach ihrem Abitur im Schwarzwald aus dem Internat in Königsfeld verabschiedet.
Mit einer Schultüte beenden die Internatsschülerinnen ihre Schulzeit.

Stehende Ovationen beim Sommerkonzert

Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen – das zumindest meinte der vor fünf Jahren verstorbene, unvergessene Loriot und lieferte damit für das Schulkonzert der Zinzendorfschulen eine tolle Steilvorlage, denn Lieder zum Thema „Männer“ und „Frauen“ oder auch „Männer und Frauen“ gibt es schon seit Jahrhunderten. So konnte Musiklehrer Br. Michel mit den Chören und dem Blasorchester der Zinzendorfschulen ein abwechslungsreiches Programm einstudieren, in dem Loriots These von verschiedenen Seiten beleuchtet wird.

Mal betrachtet der große Chor „Das fremde Wesen“ in einem gleichnamigen Song der Wise Guys, in dem für Männer und Frauen die jeweils andere Hälfte der Menschheit als „Alien“ dasteht, dann wird das vermeintlich starke Geschlecht a cappella in den Worten Herbert Grönemeyers besungen. Der Blick auf Frauen aus Männersicht wurde in dem alten Sailors-Hit „Girls, Girls, Girls“

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deutlich und Luci van Orgs Aussage, „Ich bin so froh, dass ich ein Mädchen bin“ brachte die „Girlie“-Zeit der 1990er-Jahre zurück in den voll besetzten Kirchensaal.

Auch der Chor der fünften und sechsten Klassen setzte sich mit der Thematik auseinander, die in dem Film „Bibi und Tina III“ erst kürzlich als „Jungs gegen Mädchen“ über die Leinwand flimmerte und jetzt live von der Unterstufe dargestellt wurde. Drei witzige Stücke nach Heinz Erhardt hatten die Internatsbewohner und die externen Schülerinnen und Schüler ebenfalls im Programm.

Gemeinsam mit dem Blasorchester gaben die Kinder ein Medley aus „My Fair Lady“ zum Besten, bevor die Instrumentalisten ohne Chor Billy Joels „Uptown Girl“, Chris de Burghs „Lady in Red“ und – als ersten Berufswunsch vieler Jungs – die Piraten der Karibik heraufbeschworen. Eine der vielen Überraschungen des beinahe zweistündigen Konzerts war das Solo der Schulsekretärin Sabine Milbradt mit Margot Werners Gassenhauer „So ein Mann“, eine andere waren die gelungenen Intermezzi der Abiturienten Max Holm und Maximilian Schaible, welche mehrere der großartigen Loriot-Sketche ( „Ich will einfach nur hier sitzen!“ ) zeigten.

Am Ende gab es für das tolle Konzert stehende Ovationen und zum Dank dafür den Hit der Weather Girls „It’s Raining Men“ als Zugabe, bei der noch einmal alle Chöre gemeinsam mit dem Blasorchester brillierten.

Jungen aus dem Internat in Königsfeld im Schwarzwald singen beim Schulkonzert.
„Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen“ war das Motto des diesjährigen Sommerkonzerts.

Werkrealschüler und Berufsfachschüler mit Gottesdienst verabschiedet

Sie haben viel gelernt, alle ihre Abschlussprüfungen bestanden und damit die besten Voraussetzungen für eine sichere Zukunft geschaffen: Der erste Jahrgang der Werkrealschule mit 21 Absolventen und insgesamt 25 Absolventen der Berufsfachschulen Wirtschaft sowie Hauswirtschaft und Ernährung wurden mit einem feierlichen Gottesdienst von den Zinzendorfschulen verabschiedet. Diese Gelegenheit nutzten die jungen Menschen, um gemeinsam „Danke“ zu sagen.
„Danke sagen, weil ich lebe!“ lautete das Motto, das die 46 Schülerinnen und Schüler gewählt haben und das sie in verschiedenen Wort- und Musikbeiträgen, teils unterstützt von Lehrern und Mitschülern, immer wieder thematisierten. Die Möglichkeit, in Königsfeld zur Schule und ins Internat zu gehen, in einem sozialen Umfeld mit Freunden zu leben und eine gute Zukunftsperspektive zu haben, seien gute Gründe, dankbar zu sein, sagte Schulpfarrer Br. Fischer. Sie dankten unter anderem für

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ihre netten Lehrer und wünschten sich für die Zukunft gute Chancen, Gesundheit, soziale und materielle Geborgenheit, Neugier und Selbstvertrauen.
„Nimm dir das Leben und lass es nicht mehr los, denn alles was du hast ist dieses eine bloß“, zitierte der Abteilungsleiter der Werkrealschule und Berufsfachschulen, Br. Giesel, einen Song von Udo Lindenberg. Gerade erst angesichts der schrecklichen Nachrichten aus Nizza habe dieser Slogan eine ganz andere Bedeutung bekommen.
Alle hätten gute Leistungen erbracht, dürften sich darauf aber nicht ausruhen. Auch in der Ausbildung und im weiteren Leben würden von den Schulabgängern immer wieder Leistungen gefordert. „Geht euren Weg, aber achtet auf die Wegweiser“, riet Br. Giesel. Mancher würde sich wundern, wenn diese zum gleichen Ziel in verschiedene Richtungen zeigten. Er endete mit einem anderen Zitat, dem schwedischen Gedicht „An die Engel der erwachsenen Kinder“ , mit dem er hoffte, diese mögen die jungen Menschen nicht unbedingt auf dem leichtesten Weg geleiten, aber auf dem schönsten – nämlich ihrem eigenen.
Einige der Abgänger schafften besonders gute Leistungen, für die sie Urkunden und Geschenke bekamen: Im ersten Jahrgang der Werkrealschule der Zinzendorfschulen, der seinen Hauptschulabschluss erworben hat, schnitt Antonia Kienzler am besten ab und wurde für die beste Prüfungsleistung ausgezeichnet. Sie bekam zudem den Preis für Soziales Engagement. Die jeweils beste Leistung in Mathematik und in Englisch erzielte Albert Rico Martin.
An der Berufsfachschule Hauswirtschaft und Ernährung schaffte Gisèle Wittmann die beste Prüfungsleistung und wurde außerdem für ihr soziales Engagement ausgezeichnet. Die beste Prüfung an der Berufsfachschule Wirtschaft gelang Gianluca Kern.Die Absolventen der Berufsfachschule Hauswirtschaft und Ernährung:
Sam de Vries, St. Georgen; Angelina Diball, Schramberg; Gina Dörflinger, Niedereschach; Jo-Marie Faisst, Baiersbronn; Flora Gentner, Donaueschingen; Alexandros Kalaitzis, Villingen-Schwenningen; Lisanne Knöbel, Königsfeld; Isabel Kozlowski, Donaueschingen; Larissa Müller, Mönchweiler; Jasmin Pachollek, Triberg; Helen Solleder, Trossingen; Gisèle Wittmann, Grenzach-Wyhlen.Die Absolventen der Berufsfachschule Wirtschaft:
Mathis Brauner, Niedereschach; Angelika Draj, Mönchweiler; Jana Engel, Königsfeld; Fabian Fix, Schramberg; Gabriel Gäßler, Donaueschingen; Leonie Heuberger, Villingen-Schwenningen; Gianluca Kern, Niedereschach; Louisa Reppe, Königsfeld; Valeria Richter, Mönchweiler; Vanessa Schade, Niedereschach; Aaron Schmitz, Königsfeld; Jonas Steinke, Mönchweiler; Niclas Wuchner, Königsfeld.Die Absolventen der Werkrealschule:
Lukas Bacher, Donaueschingen; Max Beurer, Hüfingen; Fabian Bürkle, St. Georgen; Alisa Ernst, Balingen; Lea Heini, Villingen-Schwenningen; Jelena Hempel, Niedereschach; Joshua Hils, Königsfeld, Chantal Höckele, Geisingen; Antonia Kienzler, Königsfeld; Leon Kohl, Villingen-Schwenningen; Maximilian Langenbacher, Villingen-Schwenningen; Marc Lehmann, Königsfeld; Karl-Kevin Lohmüller, Achern; Cedric Merkt, Schramberg; Albert Rico Martin, St. Georgen; Lee-Ann Scarinci, Sindelfingen; Kai Schweikert, Korntal-Münchingen; David Stöckermann, Königsfeld; Finn Strehlke, Konstanz; Maximilian Weißer, Königsfeld; Morena Wolbert, Königsfeld.
Einige Absolventen von Werkrealschule und Berufsfachschulen wurden für ihre besonderen Leistungen ausgezeichnet.
Gesamtelternbeiratsvorsitzender Kai-Uwe Quandt, Abteilungsleiter Stefan Giesel und der Lehrer Helmut Hertnagel (hintere Reihe von links) gratulieren Gianluca Kern, Gisèle Wittmann, Antonia Kienzler und Albert Rico Martin (vorne von links) für ihre hervorragenden Leistungen.

Reggae-Feeling im Internat

Was für ein Erlebnis, was für ein Tag, was für ein Konzert! Die Schülerinnen und Schüler, ihre Lehrer und Erzieher, andere Mitarbeiter der Schule sowie diverse Zaungäste strahlten mit der Sonne um die Wette, als Black Prophet ein fast zweistündiges Konzert im Park des Erdmuth-Dorotheen-Hauses gab. Die einzigartige, dynamische Fusion aus Afro, Rock und Reggae ließ keinen Fuß stillstehen. Nachdem der Musiker aus Accra das zunächst etwas schüchtern im Schatten sitzende Publikum näher an die Bühne gebeten und zum Tanzen aufgefordert hatte, gab es kein Halten mehr – bis irgendwann jede Menge Schüler die Bühne enterten und dort tanzten. Die internationale Band Thunderstrike um den ghanaischen Musiker genoss das Bad in der Menge sichtlich und ließ sich nicht von Selfie-knipsenden Schülern in ihrem Groove ablenken.
Der Sänger und Songwriter Black Prophet, der gerade in Jamaica sein neues Album eingespielt hat, erzählt in seinen Texten Geschichten und fordert zu bewussterem Handeln auf. Das war – neben

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der mitreißenden Musik – auch der Grund, weshalb sich die SMV dazu entschieden hat, ihn zu engagieren. „Das gute an Reggae ist, dass die Texte dabei eine große Rolle spielen“, sagt Schulsprecherin Tabea Jauch. Der Künstler, der in seinen teils autobiografischen Lyrics zu Gerechtigkeit, der Gleichheit aller Menschen und dem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur aufruft, passe zur Schule und unterstreiche das Schulkonzept. „Am Anfang stand nur die Idee, mal wieder ein Konzert zu organisieren“, sagte Tabea. „Auf Black Prophet kamen wir über private Kontakte der Schulleitung. Als wir einige seiner Stücke im Internet hörten, sagten wir nur „Whow, so einen erstklassigen Musiker können wir wirklich buchen?“
Black Prophet tritt sonst in Städten und Metropolen wie London und Liverpool, Warschau, Berlin, Amsterdam und Zürich auf und ist auf Festivals wie dem Chiemsee Summer Festival zu hören. Sein Auftritt in Königsfeld im Schwarzwald war der erste für eine Schule, aber vielleicht nicht der letzte, wie er im Gespräch mit Vertretern der Lokalpresse andeutete. „Die heutigen Schülerinnen und Schüler sind diejenigen, die künftig an der Macht sind“, meinte der charismatische Künstler. Deshalb sei es wichtig, sie zu motivieren und die Botschaft von einer besseren, gerechteren Welt zu übermitteln. „Und Musik ist dafür eine hervorragende Möglichkeit.“
Das fanden die Schüler auch, die das Konzert bei bestem Sommerwetter im Park genossen, in dem sonst vorwiegend die Mädchen aus dem Internat chillen. Die Klassen 8W und 8R, die als ein WVR-Projekt die gesamte Bewirtung und das Rahmenprogramm übernommen hatten, trugen ihren Teil zum perfekten Reggae-Feeling bei. Sie hatten Sandwiches vorbereitet und eine Art Schüler-Variante von Soul Food (Fruchtgummi-Spieße und Knuspertüten), der Pavillon im Park wurde zur „African Ghana Banana Bar“, in der es neben fertigen Softdrinks verschiedenen alkoholfreie Cocktails gab, außerdem hatten sie noch ein Gewinnspiel und eine Autogrammstunde organisiert.
Das Konzert war natürlich auch im Unterricht vorbereitet worden. Wo es gerade in den Lehrplan passte, lernten die Schüler im Musikunterricht, was Reggae-Musik ausmacht und auch im Religionsunterricht Hintergründe über die Rastafari-Bewegung.

Beim Auftritt von Black Prophet im Internat tanzten immer mal wieder Schülerinnen und Schüler auf der Bühne.
Immer wieder kamen Schülerinnen und Schüler auf die Bühne, um mitzutanzen.

EDH-Bewohnerinnen entspannen am Bodensee

Es ist mittlerweile eine liebgewordene Tradition, das alljährliche Wochenende der Internatsschülerinnen am Bodensee. „War es nun unsere 19. oder 20. Fahrt?“ rätselt Sr. von der Decken, „so genau wissen Sr. Ermich und ich das nicht mehr!“
Die Mädchen und ihre Erzieherinnen übernachten gerne in der kleinen Jugendherberge in Kreuzlingen, es ist Villa mit eleganten Räumen, die um 1900 von einem reichen Industriellen erbaut wurde. Die Küche dort ist sehr gut, der nahegelegene See lädt zwischendurch oder vor dem Frühstück zu einem erfrischenden Bad und ein Stadtbummel in Konstanz steht auch jedes Mal auf dem Programm.
Schon am Freitag packten die Mädchen im Internat noch schnell ein paar Sachen zusammen, bevor sie sich auf die Reise machten. Am Samstag unternahm die fröhliche

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Gruppe einen Ausflug mit dem Schiff nach Meersburg, wo sie das Schloss und den historischen Stadtkern bestaunten. Die Mädchen hatten richtig Glück mit dem Wetter, bis auf einige kleine Schauer war es sehr schön und viele nutzten mehrfach die Gelegenheit zu einem Bad im See.

Die Bewohnerinnen des Internats genießen ihren Ausflug an den Bodensee.
Die Bewohnerinnen des Internats genießen ihren tradidionellen Ausflug an den Bodensee.

Internatsschüler zeigen ihr Können am Klavier

Immer nur im stillen Kämmerlein zu üben ist auch nicht das Wahre. Deshalb ist es im Zinzendorf-Internat inzwischen ein schöner Brauch, dass die Klavierschüler von Sr. Grässlin einmal im Jahr ein kleines Konzert im behaglichen Ambiente des historischen Speisesaals des Erdmuth-Dorotheen-Hauses geben. Nicht nur ihre Mitschüler, Lehrer und Erzieher sitzen dann im Publikum, auch viele Mütter und Väter lassen es sich nicht nehmen, extra dafür nach Königsfeld zu kommen, sofern der Weg in den Schwarzwald auch ohne Flugzeug zu bewältigen ist.
„Einige haben jetzt erst angefangen, andere sind schon sehr weit“, sagte die Musiklehrerin Sr. Grässlin, „denn mit dem Vorspielen sollte man nicht warten, bis alle Beethoven spielen können.“ Aber selbst der wurde von einem der sieben Pianisten gegeben: Wenqi Song beherrscht die Tasten gut genug, um die Grande Sonate Pathetique

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zu spielen. Die anderen Klavierschüler zeigten, dass es auch mit leichteren Stücken möglich ist, die Herzen der Zuhörer zu erobern.

Die Klavierschüler aus dem Internat spielten unter anderem Stücke von Yann Tiersen und Ludwig van Beethoven.
Die Klavierschüler von Sr. Grässlin zeigten, was sie während der letzten Monate im Internat gelernt haben.

Alle Realschulabsolventen bestehen ihre Prüfungen zur Mittleren Reife

Ganz im Zeichen des Fußballs stand der Abschlussgottesdienst für die Realschüler der Zinzendorfschulen, unter ihnen auch Bewohner des Internats im Schwarzwald. Unter dem Motto „Volltreffer“ zogen sie so einige Parallelen zwischen dem Spiel auf dem grünen Rasen, ihrer schulischen Laufbahn und dem Leben überhaupt. „Im Stadion gewinnt nur einer. Seht zu, dass Ihr alle gewinnt“, spornten in einem kurzen szenischen Anspiel Realschulabsolventen ihre Mitschüler an.
„Beim Fußball fliegt der Ball nicht von alleine ins Tor“, betonte Schulpfarrer Br. Fischer. Um ein Spiel erfolgreich zu Ende zu bringen, sei im Vorfeld viel Training erforderlich. Eltern, Freunde und Familie seien am Spielfeldrand immer dabei gewesen, Lehrer und Schulleitung hätten in der Schulzeit die Funktion von Trainern übernommen. „Beim Fußball kann man viel über das Leben lernen: Es geht nicht allein und es geht nicht gegen die Regeln“, so Br. Fischer.

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Auch Realschulleiter Br. Giesel nahm das Bild auf und sprach davon, dass das Trainingslager Schule zwar beendet sei, aber getreu dem Motto „Nach dem Abschluss ist vor dem Abschluss“ hätten sie noch viele Herausforderungen zu bewältigen. „Trendforscher gehen davon aus, dass die heutigen Schulabgänger im Laufe ihres Lebens drei bis vier Mal den Beruf wechseln.“ Das sei nur mit einem gehörigen Maß an Lernkompetenz möglich, die die Absolventen während ihrer Schulzeit in Königsfeld erworben hätten. Er legte ihnen nahe, sich ein Beispiel an Albert Einstein zu nehmen, der in aller Bescheidenheit einst von sich behauptete, über keine besonderen Begabungen zu verfügen – er sei „nur leidenschaftlich neugierig“.
Schulleiter Br. Treude hob hervor, dass nicht nur alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 10Ra und 10Rb einen Volltreffer gelandet und ihre Mittlere Reife geschafft hätten, sondern dieser Volltreffer einigen Absolventen besonders kunstvoll gelungen sei. Er überreichte Lisa Blust, die einen Notenschnitt von 1,3 erreichte, einen Preis für die beste Abschlussprüfung des Zinzendorf-Realschuljahrgangs 2016. Einen Preis für hervorragende Leistung in der Abschlussprüfung bekam Donatien Leray. Daniel Kopp, – der während des Gottesdienstes mehrfach am Klavier bewiesen hatte, wie verdient sei Preis ist – und Jonas Melinat wurden für hervorragende Leistungen im Fach Musik ausgezeichnet und für sein besonderes soziales Engagement wurde Jonas Melinat geehrt.

Die Absolventen der 10Ra:
Dana Bilko, Mönchweiler; Lara Böttcher, Villingen-Schwenningen; Johanna Dirk-Berti, Villingen-Schwenningen; Manuel Dovern , Königsfeld; Sina Haarmann, Königsfeld; Maximilian Hummel, Königsfeld; Lorina Jäckle, Niedereschach; Jann Kaddik, Königsfeld; Annalena Link, Königsfeld; Jonas Melinat, Königsfeld; Marina Novakovic, Villingen-Schwenningen; Felix Obergfell, Königsfeld; Benjamin Ott, Deilingen; Luca Petrolli, Fischbach; Luca Reppe, Königsfeld; Niklas Riedlinger, Niedereschach; Elisa Schaetz, Königsfeld; Selina Schartmann, Königsfeld; Frederik Schulte im Walde, Königsfeld; Yannick Stärk, Königsfeld; Emma Teubert , Donaueschingen; Nico Weber, Dauchingen; Anna-Lena Wehrle Königsfeld; Maja Weißer, Königsfeld.

Die Absolventen der 10Rb:
Yvonne Benz, Dunningen; Lisa Blust, Königsfeld; Susann De Vries, St. Georgen; Lena Fritz, Donaueschingen; Isabel Glatthaar, Dunningen; Jonathan Hauger, Dunningen; Daniel Kopp, Schramberg; Donatien Leray, Königsfeld; Lena Messner, Königsfeld; Rebecca Moser, Niedereschach; Lucas Reiner, Königsfeld; Lea Roming, Hardt; Janik Schneckenburger, Königsfeld; Lara Schön, St. Georgen; Lea Spormann, Villingen-Schwenningen; Lucas Storz, Königsfeld; Phillipp Trunz, Horgen; Katrin Weber, Dunningen; Saskia Winter, Königsfeld.

Alle Absolventen der Realschule haben ihre Prüfungen bestanden und ihre Mittlere Reife in der Tasche.
Alle 43 Absolventen der Klassen 10Ra und 10Rb der Zinzendorfschule haben ihre Prüfungen zur Mittleren Reife bestanden.

Landes-Mathematikpreis für Xiaoyu Chen

Wer kann beweisen, dass die mit 2016 Nullen geschriebene Zahl 101010…0101, in der sich die Ziffern 1 und 0 abwechseln, keine Primzahl ist? Xiaoyu Chen aus der 10a kann es, weshalb er beim Landeswettbewerb Mathematik auf einen hervorragenden zweiten Platz kam. Begleitet von seinem Mathelehrer Br. Bick fuhr er nach Tuttlingen, wo er und die anderen Preisträger in den Räumen der Firma Aesculap geehrt wurden. Zuvor hatten alle Xiaoyu über zwei Runden Aufgaben aus den Gebieten Geometrie, Algebra, Wahrscheinlichkeitsrechnung und Zahlentheorie gelöst.
Der mathematikbegeisterte Gymnasiast aus China, der in Königsfeld im Internat lebt, hat auch im Bundeswettbewerb bereits die 2.Runde erreicht und ist schon eifrig dabei, die kniffligen Aufgaben zu lösen. Er ist einer von sechs Zehntklässlern aus ganz Baden-Württemberg, die einen ersten Preis in der Anfangsrunde erreicht haben. Der Bundeswettbewerb ist für Schüler bis Klasse

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13 ausgeschrieben und läuft noch über zwei Runden.

Xiaoyu Chen kennt keine Probleme in Mathe, die er nicht lösen könnte.
Xiaoyu Chen aus der 10a kam beim Landeswettbewerb Mathematik auf einen hervorragenden zweiten Platz. Auch im Bundesfinale ist er eine Runde weiter.

Abiturienten der Zinzendorfschulen mit buntem Gottesdienst verabschiedet

Mit dem Abitur ist für rund 100 Absolventen der beruflichen und allgemeinbildenden Zinzendorfgymnasien, darunter einige aus dem Internat, der bisher längste Abschnitt ihres Lebens zu Ende gegangen: Die Schulzeit im Schwarzwald. Diese wurde beim Abschiedsgottesdienst im Kirchensaal der Herrnhuter Brüdergemeine in Königsfeld mit einem riesigen, bunten Tor symbolisiert, durch das zu Beginn der Feier alle Abiturienten gingen, während ihre Namen verlesen wurden. Immer wieder wurde die Symbolik des Tors als Zeichen für Ende und Neubeginn zwischen den Lebensabschnitten aufgegriffen und diente auch als Gelegenheit, innezuhalten und zurückzublicken. „Wir alle sind unseren individuellen Weg gegangen“, stellten drei der Abiturientinnen in ihrer Rede fest. „Er war nicht immer bei allen gerade, hat aber letztlich doch zum Ziel geführt.“

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Das soziale Umfeld der Schülerinnen und Schüler hat einen großen Teil zur erfolgreichen Schulzeit beigetragen und wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen, wie Schulleiter Br. Treude betonte. Er erzählte von einem Geigenbaumeister, der es schafft, dass seine Instrumente dem Klang einer Stradivari sehr nahe kommen. Eine vollständige Kopie sei nicht möglich, da jedem Instrument ein anders Holz zugrunde liege und der individuelle, besondere Klang einer jeden Geige erst durch den Künstler entsteht, der das Beste aus gerade diesem Stück Holz herausarbeitet.
„Das ist für mich ein Gleichnis für uns Menschen“, meinte Br. Treude. „Gott hat jeden von uns aus einem ganz besonderen Holz geschaffen. Es ist die Aufgabe unseres ganzen Lebens, unseren besonderen, einzigartigen Klang herauszuarbeiten.“ Wie eine Geige erst durch den Geigenbauer zu dem wird, was in ihr steckt, seien für den Menschen seine Freunde, Familie und Lebenspartner unabdingbar. Erst das soziale Gefüge könne den unverwechselbaren Klang eines jeden Individuums hervorlocken. „Der Sinn unseres Lebens ist, mit anderen gemeinsam unser Leben und unserer Welt zu gestalten und dabei unseren ganz individuellen, persönlichen Beitrag zu leisten.“
Ganz besonders ermutigte er auch diejenigen, die sich mit ihren Leistungen während ihrer Schulzeit hervorgetan hatten, es nicht dabei zu belassen. Vielmehr sollten sie ihre Auszeichnung als Aufforderung anzusehen, in der Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen. Insgesamt verlieh er 27 Urkunden, viele Schüler bekamen gleich in mehreren Kategorien Preise.
Das beste Abitur am allgemeinbildenen Zinzendorfgymnasium legte Tamina Rockwell-Kollmann mit der Traumnote 1,1 ab, an den beruflichen Gymnasien war Alicia-Maria Huth (1,3) die Beste und bekam dafür die Amos-Comenius-Medaille.
Für den virtuosen Umgang mit der deutschen Sprache und die besten Leistungen im Fach Deutsch bekamen Alina Schaumann und Maximilian Holm den Scheffelpreis. Maximilian Holm wurden auch die Franz-Schnabel-Medaille für Geschichte sowie der Theaterpreis verliehen. Der Fachpreis Spanisch ging an Clara Thiemann und Chiara Prescha, den Fachpreis Englisch bekamen Tamina Rockwell-Kollmann und Lara Kleinschmidt, in Französisch wurde der Fachpreis an Aline Peduzzi überreicht.
Der Preis der Deutschen Mathematiker-Vereinigung ging an Martina Huss und Nele Schmachbach. Svenja Wursthorn gewann den Preis der Physikalischen Gesellschaft und den Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker, eine Mitgliedschaft in der Physikalischen Gesellschaft ging an Frank Hafner. Den Fachpreis Biologie durfte Alena Strittmatter mitnehmen, außerdem wurde ihr der Erwin-Jäckle-Preis für hervorragende schulische Leistungen bei gleichzeitigem hohem und langjährigem Engagement verliehen.
Den Fachpreis Wirtschaft bekam Dennis Bammert, den Fachpreis Kunst teilen sich Leonie Ziefle, Tamina Rockwell-Kollmann und Katrina Tober. Auch der Wettstein-Preis für Musik wurde unter drei Schülern aufgeteilt und ging an Lukas Ebner, Valentin Melvin und Frank Hafner. Über den Preis des Elternbeirats für ihr Soziales Engagement freute sich Annika Witt, für ihr Engagement im Bereich Musik und Theater bekamen Lukas Ebner und Maximilian Schaible den Preis des Vereins der Freunde und Förderer.Die Abiturienten der beruflichen Zinzendorfgymnasien:
Judith Bähr, St. Georgen; Dennis Bammert, Donaueschingen; Damaris Breithaupt, St. Georgen; Lisa-Marie Broghammer, Hardt; Jeremy Brydniak, Königsfeld; Fabian Bumüller, Dauchingen; Maximilian de Geus, Mönchweiler; Josua Eisenbraun , Tübingen; Felix Fei, Kusterdingen; Nadine Fichter, St. Georgen; Louisa Gerber, Königsfeld; Anna Gerhardt, Königsfeld; Simge Hamaloglu, Villingen-Schwenningen; Arne Hauenschild, Mönchweiler; Romy Helf, Tuningen; Alica-Maria Huth, Villingen-Schwenningen; Adrian Iacubino, Königsfeld; Julian Kempchen, Villingen-Schwenningen; Lara Kleinschmidt, Villingen-Schwenningen; Valerie Knöbel, Königsfeld; Ann-Kathrin Kreuzberger, Dunningen; Judith Kunze, Villingen-Schwenningen; Kim Kurzmann, Trossingen; Thule Laabs, St. Georgen; Stefanie Lamparter, Niedereschach; Tom Lehmann, Königsfeld; Simon Lienhart, Villingen-Schwenningen; Mirjam Lohrer, Villingen-Schwenningen; Debora Maret, Bad Dürrheim; Marvin Marquardt, Geisingen; Sylvia Meyer, Schramberg; Anna-Lena Mühlbacher, Villingen-Schwenningen; Julia Müller, Schonach; Lisa Müller, Schonach; Mario Müller, St. Georgen; Chiara Prescha, Villingen-Schwenningen; Hanna Reiner, Königsfeld; Bianca Rist, Brigachtal; Anna-Christin Schär, Niedereschach; Hannah Schaetz, Königsfeld; Alina Schaumann, Niedereschach; Nele Schmalbach, Villingen-Schwenningen; Mona Schondelmaier, Lauterbach; Nando Schweiger, Jonen (CH); Melissa Schyle, Schonach; Florian Silberhorn, Wutöschingen; Jasmine Spanier, Hardt; Miriam Stadler, Villingen-Schwenningen; Clara-Sophie Stever, Königsfeld; Jonas Sutter, Wangen; Katrina Tober, Königsfeld; Valmir Tolaj, Donaueschingen; Dirk Walter, Königsfeld; Julia Wyes, Hardt; Diana Ziegler, Villingen-Schwenningen.Die Absolventen der allgemeinbildenden Zinzendorfschulen:
Lasse Barth, Königsfeld; Maximilian Bergen, Königsfeld; Betty Blumenstock, Königsfeld; Leonie Blumenstock, Königsfeld; Clarissa Dahlinger, Lahr; Elisa Dogor, Königsfeld; Lukas Ebner, Königsfeld; Isabel Eckert, Villingen-Schwenningen; Claudius Emmel, Villingen-Schwenningen; Julia Fritschi , Bräunlingen; Dennis Haase, Uhldingen-Mühlhofen; Frank Hafner, Schramberg; Raphael Hafner, Königsfeld; Felix Heinzel, Königsfeld; Maximilian Holm, Triberg; Martina Huss, Königsfeld; Tobias Kaiser, Königsfeld; Laura Kostic, Villingen-Schwenningen; Scot Lehmann, Villingen-Schwenningen; Luis Matheusser, Königsfeld; Valentin Melvin, Schramberg; Andreas Müller, Mönchweiler; Isabelle Müller, Villingen-Schwenningen; Annkathrin Neumaier, Villingen-Schwenningen; Darya Neuser, Bad Dürrheim; Aline Peduzzi, Villingen-Schwenningen; Nico Petrolli, Niedereschach; Nathalie Rabel, Herrenberg; Julian Riedmüller, Villingen-Schwenningen; Tamina Rockwell-Kollmann, Villingen-Schwenningen; Maximilian Schaible, Königsfeld; Lena Schreiber, Niedereschach; Alena Strittmatter, Villingen-Schwenningen; Clara Thiemann, Villingen-Schwenningen; Jannis Vollprecht, Königsfeld; Wiebke Warfia, Niedereschach-Schabenhausen; Marcel Weißer, Niedereschach; Chiara Winter, Königsfeld; Melanie Wisser, St. Georgen; Annika Witt, Königsfeld; Svenja Wursthorn, Königsfeld; Leonie Ziefle, Villingen-Schwenningen; Andreas Zimmermann, Königsfeld.
Abitur am Zinzendorfgymnasium und Internat in Königsfeld im Schwarzwald
Schulleiter Br. Treude (7. Von links) und die Abteilungsleiterin der allgemeinbildenden Zinzendorfgymnasien, Sr. Lutz-Marek (links davon) konnten 27 Urkunden verleihen, einige Abiturienten hatten sich in verschiedenen Kategorien hervorgetan und wurden mehrfach ausgezeichnet.

Gelungene Ausstellung bietet Einblick in künstlerisches Schaffen

Collagen, Zeichnungen, Aquarelle, Linoldrucke, Skulpturen und Fotografie, Eitempera-Malerei, Graffiti, Radierungen und Architekturmodelle – es gab kaum eine Kunstrichtung, die bei der großen Ausstellung von Werken der Zinzendorfschüler am Wochenende nicht vertreten war. Das gesamte Jan-Hus-Haus hatte sich gewissermaßen in ein Museum verwandelt, die kreativen Exponate aller Schularten begrüßten die zahlreich erschienenen Besucher schon im Foyer. Über zwei Stockwerke waren die Werke der Klassen fünf bis 13 aller Schularten und des Internats in Fluren und Fachräumen zu sehen. Nicht nur die beiden Kunst-Ateliers, sondern auch die Musikräume wurden zur Ausstellungsfläche.

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Anders als in einem Museum wurden die Kunstobjekte jedoch nicht in stiller Bewunderung, sondern im lebendigen Austausch betrachtet. „Beeindruckend“ und „Guck mal, ist das nicht toll?“ war immer wieder von den Besuchern zu hören, unter denen neben Eltern und Schülern auch viele Ehemalige und andere Kunstinteressierte in den Schwarzwald gekommen waren.
„Diese Ausstellung ist das Ergebnis einer Fachschaft, in der die Pädagogen nicht miteinander konkurrieren, sondern sich ergänzen“, lobte Schulleiter Br. Treude das Resultat monatelanger Arbeit. Br. Ditz-Burk, der die Kunst-Aktion federführend organisiert hatte, führte die Besucher der Vernissage mit Geschichten und Zitaten in die Welt der Bildenden Kunst ein. „Fotografieren lernen heißt sehen lernen“ zitierte er den Fotografen Peter Lindbergh und erweiterte diese Aussage auf alle künstlerischen Bereiche. Dass sie gelernt haben zu sehen, bewiesen die Kinder und Jugendlichen der Schulen und des Internats mit hunderten von Exponaten.
Wie es sich für eine richtige Vernissage gehört, wurden auch Häppchen und Erfrischungsgetränke gereicht. Diese Aufgabe hatte der mit Gesichtsmalerei verfremdete kommende Abitur-Jahrgang übernommen. Eine gelungene musikalische Darbietung von Schülern aus dem Musikkurs der zehnten Realschulklasse rundete die Ausstellungseröffnung ab: Unter der Leitung von Sr. Maier hatten sie mit Papierkörben, Besen, Konservenbüchsen und anderen Utensilien eine unterhaltsame Percussion-Performance einstudiert – ganz im Zeichen der britischen Band Stomp.


Eine Performance ganz im Zeichen der britischen Band Stomp boten Schüler der 10R bei der Vernissage.

„Nescha“ – ein modernes Märchen

Märchen sind zeitlos und alles andere als angestaubte Geschichten – das hat die Unterstufen-Theater-AG des Zinzendorfinternats jetzt mit ihrem Stück „Nescha“ bewiesen. Angelehnt an das Grimm’sche Aschenputtel haben die 15 Schülerinnen und Schüler unter der Leitung der Theaterpädagogin Verena Duschek eine moderne Geschichte über junge Menschen in der Großstadt entwickelt.
Das Märchen spielt im heutigen Berlin und zeigt, dass Geschwister im 21. Jahrhundert genauso böse sein können wie im literarischen Vorbild. Nescha, deren Name aus den Buchstaben des Aschenputtel entstanden ist, muss zwar keine Linsen lesen, während die Stiefschwestern beim Konzert feiern, dafür wird sie ohne Ende gemobbt, muss ihnen die Hausaufgaben erledigen, das Handy-Ladekabel, Kaffee, Getränke und alles Mögliche bringen sowie die Zimmer aufräumen.

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Der Ball des Prinzen ist ein Konzert einer angesagten Boygroup, der Vater ein Geschäftsmann, der zu einem Business-Meeting nach London fährt. Von dort aus bringt er seinen Töchtern die Geschenke mit, die sie sich wünschen: Ein grünes Kleid, eine pinkfarbene Handtasche, neonfarbene High-Heels und – einen Rosenbaum.
Den pflanzt Nescha auf das Grab ihrer verstorbenen Mutter und schon bald wächst er zu einem prächtigen Baum heran, unter dem Nescha ihren Träumen nachhängt. Werden diese wahr?
Dem engagierten Ensemble gelingt es mühelos, sein Publikum in das Seelenleben eines jungen Mädchens mitzunehmen. Die spärlichen Requisiten in Verbindung mit projizierten Bildern sowie ein passender Soundtrack genügen, um den Zuschauer vom Ku’damm an den Piccadilly Circus, von der Berliner U-Bahn in die Londoner Tube und von der Casting-Show ins Rap-Konzert zu versetzen.
Diese Show verdeutlicht die Wünsche einer ganzen Generation, jede will gewählt werden, sogar ein Seniorenduo mischt sich mit einer umwerfend komischen Einlage unter die von einer High-Heels-tragenden Schönheit den Juroren Bohlen und Ochsenknecht präsentierten Teilnehmer.
Die Parallelen zwischen Nescha und Aschenputtel werden nicht zuletzt durch Vorlesen der jahrhundertealten Geschichte zwischen den einzelnen Szenen gezogen.
Die Besucher im gut besetzten Haus des Gastes waren begeistert und tauchten als applaudierendes Publikum bei der Casting-Show und dem Rap-Konzert gleich selbst mit in die Geschichte ein. „Ich bin ganz überwältigt“, lobte Verena Duschek am Ende ihre Truppe. „Die kamen ständig mit neuen Ideen an und haben sogar heute früh noch neue Texte geschrieben.“ Die Arbeit sei spannend gewesen, habe sich aber gelohnt meinte die Theaterpädagogin, was die Zuschauer mit donnerndem Applaus bekräftigten.

Die Unterstufen-Theater-AG von Schule und Internat inszenierte ein tolles Stück.
Der Name „Nescha“ setzt sich aus den Buchstaben von „Aschenputtel“ zusammen und das Stück spielt in einer modernen Großstadt.

Zinzendorf-Golfer im Landesfinale bei Jugend trainiert

Am Regierungsbezirksfinale des Bundeswettbewerbs der Schulen „Jugend trainiert für Olympia“ in Königsfeld haben zwei Mannschaften von Zinzendorfschulen und Internat erfolgreich teilgenommen. Das Team der Wettkampfklasse 1 über 18 Löcher kam vor dem Konstanzer Suso-Gymnasium auf den ersten Platz und qualifizierte sich damit für das Landesfinale in Lorch beim Golfclub Hetzenhof.

Hierbei spielten Michael Höfler und Louis Rößle mit 33 und 29 gewerteten Bruttopunkten eine sehr gute Runde. Jill Bürk gewann die Nettoklasse und konnte ihre persönliche Leistung verbessern.

In der Wettkampfklasse 2, in der die jüngsten Golfer beim Spiel über 9 Löcher ihre ersten Turniererfahrungen sammeln, belegte das Team der Zinzendorfschulen den 4. Platz.

Insgesamt hatten sieben Schulen aus dem Regierungsbezirk Freiburg an dem Wettspiel auf der idyllischen Golfanlage des Golf und Country Clubs Königsfeld teilgenommen.


Christliche Schule und Leistungssport? Kein Problem: Die Betreuerin Birgit Helms freut sich mit Jill Bürk, Friedrich Thiemann, Michael Höfler, Paul Fischer und Louis Rößle, die sich für das Landesfinale qualifiziert haben (von links).

Prüfungen haben begonnen

Für insgesamt 104 Abiturienten der allgemeinbildenden und beruflichen Zinzendorfgymnasien haben am heutigen Mittwoch die wichtigsten Prüfungen ihrer schulischen Laufbahn begonnen: Mit Klausuren im Fach Deutsch legten sie ihre erste schriftliche Prüfung zur allgemeinen Hochschulreife ab.
Fünf verschiedene Aufgaben – von Interpretationen über Erörterungen bis zum Verfassen eines Essays – standen zur Wahl. Die Schülerinnen und Schüler hatten fünfeinhalb Stunden Zeit, sich für eine der Aufgaben zu entscheiden, sich einzulesen und ihr Thema zu bearbeiten.
In den Prüfungsräumen rauchten die Köpfe, auf den Tischen stapelten sich Schokoriegel, Obst und Getränke, nicht wenige hatten auch einen Glücksbringer dabei.
In den nächsten Tagen folgen noch drei weitere schriftliche Prüfungen, dann haben die Abiturienten eine kurze Verschnaufpause, bevor es in der zweiten Junihälfte mit

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den mündlichen Prüfungen in den Endspurt des diesjährigen Abiturs geht. In der kommenden Woche beginnen ebenfalls mit dem Fach Deutsch die Prüfungen für den Hauptschulabschluss und die Mittlere Reife. Die Absolventen der Berufsfachschulen sind nach Himmelfahrt dran.

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Mit den Deutsch-Klausuren für die Allgemeine Hochschulreife wurden traditionell die Prüfungen zu den verschiedenen Abschlüssen an den Zinzendorfschulen eröffnet.

Überragendes Schulkonzert begeistert Publikum

Ein Konzert allererster Güte durfte das Publikum im vollbesetzten Kirchensaal der Herrnhuter Brüdergemeine genießen. Mit Unterstützung von Berufsmusikern – darunter dem mehrfach mit internationalen Preisen bedachten Pianisten Jochen Ferber – haben Schüler aus dem Internat und Externe, Lehrer, Ehemalige und Freunde der Zinzendorfschulen sowie das Kammerorchester St. Georgen Ludwig van Beethovens Klavierkonzert Nr. 3, c-Moll, gespielt. Das feurige, grimmige und zugleich humorvolle Werk entstand in mehreren Arbeitsphasen zwischen 1796 und 1803 und wurde von dem Komponisten in Wien selbst uraufgeführt.
In Königsfeld gelang den unterschiedlichen Musikern unter der Leitung von Br. Ziegler ein harmonisches Zusammenspiel, bei dem sich nicht zuletzt in den temporeichen Passagen die intensive Probenarbeit – auch in der Musikwoche – bemerkbar machte.

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„Wir bekommen beinahe täglich zu hören, dass die Schüler heute neben der Schule und verschiedenen Freizeitverpflichtungen fast keine Zeit mehr hätten, Musik zu machen“, sagte die Abteilungsleiterin der allgemeinbildenden Zinzendorfgymnasien, Sr. Lutz-Marek, als sie die Konzertbesucher zu „zwei Stunden seelischem Wohlbefinden“ begrüßte. „Heute Nachmittag erleben wir das Gegenteil.“
Im Hauptteil des Konzertnachmittags wurde neben Beethovens 3. Klavierkonzert die Akademische Festouvertüre von Johannes Brahms und ein Quartett aus Beethovens einziger Oper „Fidelio“ gegeben. Im „Fidelio“-Arrangement von Reinhard Ziegler übernahmen je zwei Oboen (Siegfried Weisser und Br. Färber) und zwei Trompeten (Christian Obergfell und Dominik Schäfer) die Rollen von Marzeline, Fidelio, Rocco und Jaquino.
In dem mit Spannung erwarteten Klavierkonzert überzeugte der Pianist Jochen Ferber schon vom ersten Takt an. In atemberaubendem Tempo reihte er die Noten wie Perlen aneinander und übernahm im Wechselspiel mit dem hochmotivierten Orchester immer wieder das Hauptthema. Beethoven notierte in sehr kleinen Notenwerten, so dass die Partitur nur so von Zweiunddreißigstel, Vierundsechzigstel, Hundertachtundzwanzigstel und sogar Zweihundertsechsundfünfzigstel Noten wimmelt. Viele ruhiger war dagegen das einfache Thema in E-Dur im Largo des zweiten Satzes. Auf den weißen Bankreihen kuschelten sich Kinder an ihre Eltern, sogar die Abendsonne tauchte kurzfristig auf und den Kirchensaal in ein sanftes Licht, bevor im Rondo Allegro das Tempo wieder anzog.
Zu Beginn des Konzertes hatten die Orchester der fünften und sechsten Klassen gezeigt, dass auch sie das Zeug dazu haben, bald mit den Profis zu musizieren. Aus dem Fünferorchester waren bereits einige mutige Soli zu hören, das Orchester der sechsten Klassen bewies mit dem „Fluch der Karibik“ eine erstaunliche Klangfülle und Präzision.
Der Schüler Daniel Kopp berührte m Chopins Walzer cis-Moll, op. 64, Nr. 2 und Donjeta Spahija beeindruckte stimmgewaltig mit einem Song der kosovarischen R & B-Sängerin Dafina Zeqiri.
Am Ende des mit stürmischem Applaus gefeierten Konzertes gab es noch einmal den zweiten Teil der Akademischen Festouvertüre – diesmal sogar mit den Nachwuchsmusikern der fünften und sechsten Klassen.

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Ein Konzert allererster Güte durfte das Publikum am Samstag im vollbesetzten Kirchensaal der Herrnhuter Brüdergemeine genießen.

Wintersporttag am Schluchsee und in Altglashütten

Wegen der schlechten Wetterbedingungen sind die Internatsschüler an ihrem Wintersporttag nicht wie geplant zum Feldberg gefahren. Aber auch in Altglashütten und im Rodelspaß-Park in Schluchsee hatten sie jede Menge Spaß! Die Skifahrer haben den Nachmittag in Altglashütten verbracht – bei Sonnenschein, milden Temperaturen und an einem windgeschützten Hang, während die Rodler die neuesten Schneefahrzeuge ausprobierten.

Wintersporttag
Der Rodelspaß-Park in Schluchsee war bei den Nicht-Skifahrern der Hit.

Besser lernen mit MKT

„Konzentrier dich!“ Was für viele auf den ersten Blick nach Anstrengung klingt, kann ganz einfach sein. Das haben jetzt die Unterstufenschüler Lars, Maya, Beatrice, Nina und Charis bei Sr. Wedel gelernt. Nach dem System des Marburger Konzentrationstrainings (MKT) lernen die Kinder, motiviert, konzentriert und strukturiert an ihre Aufgaben zu gehen. Die Erzieherin ist ausgebildete MKT-Trainerin und richtet sich mit diesem Zusatzangebot der Zinzendorfschulen an Kinder, die sich leicht ablenken lassen.
Zum Anfang des Trainings sitzen alle im Kreis und schließen die Augen. Die Trainerin schaltet eine CD mit Orgelmusik und Vogelgezwitscher ein und schickt die Kinder mit einer kurzen Erzählung auf eine Fantasiereise. Diesmal werden sie aufgefordert, ihre Sorgen in ein Paket zu packen, welches dann durch das geöffnete Fenster fliegt. „Das war wie bei Harry Potter“, meint eines der Mädchen anschließend begeistert.

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Die Wahrnehmung und Merkfähigkeit lernen sie mit einem Denksportspiel. Se. Wedel liest den Kindern eine kleine Geschichte vor, am Ende fragt sie nach den Details. Alle Hände schnellen nach oben, es ist verblüffend, wie viele der Einzelheiten sich alle gemerkt haben.
Die Schüler haben ihre Arbeitsweise geändert und bemerken schon nach dem dritten Training eine Veränderung: „Ich habe gelernt, die Aufgaben erst in Ruhe durchzulesen und dann anzufangen“, sagt Lars. „Vorher habe ich immer gleich losgelegt, damit ich schneller zu meinem Freund zum Spielen gehen konnte. Dabei habe ich viele Fehler gemacht. Wenn ich konzentrierter arbeite, bin ich eher fertig.“ Nina hat sich angewöhnt, nach dem Mittagessen erst einmal zu entspannen, bevor sie an die Arbeit geht.
Auch den Eltern sind die Fortschritte nicht entgangen: „Charis kommt jetzt mit ihren Aufgaben besser klar, ihr Selbstvertrauen ist gestiegen und sie arbeitet strukturierter“, konnte Birgit Lämmler beobachten.

Besser lernen mit MKT
Michaela Wedel hilft den Kindern mit dem Marburger Konzentrationstraining dabei, sich nicht so leicht ablenken zu lassen.

Schule ist coolinarisch

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hatte zum siebenten Mal den bundesweiten Tag der Schulverpflegung ausgerufen. Auch die Zinzendorfschulen haben sich sehr engagiert daran beteiligt: Die Großküche hat nicht einfach nur die vorgeschlagenen Rezepte nachgekocht, die es an allen teilnehmenden Schulen gab – die Schüler durften sogar selbst den Kochlöffel schwingen. Das Küchenteam unter der Leitung von Küchenmeister Stefan Jung bekam von sechs Freiwilligen Unterstützung, zwei Schülern der Fachschule für Sozialpädagogik und vier Schülern aus der 9w, die im Fach Mensch und Umwelt (MuM) bereits die Hygieneverordnungen kennengelernt hatten.  Sie kredenzten Kartoffelsuppe mit Meerrettich nach dem Rezept von Vincent Klink, nussige Pute mit Couscous, für die Vegetarier Spaghetti-Pizza, dazu gemischten Blattsalat und zum Nachtisch Obstsalat.

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„Unter meinem Mitschülern sind einige Vorurteile gegenüber der Küche im Umlauf“, sagt der angehende Erzieher Wolfgang Bergmann, der im Internat lebt und daher die kulinarische Vielfalt der Küche nicht nur mittags erlebt. Er wollte die Gelegenheit nutzen, selbst einen Blick hinter die Kulissen der Großküche zu werfen. „Heute konnte ich hautnah erleben, dass hier alles frisch zubereitet wird.“ Er hat Gemüse geschnippelt und angebraten, durfte die Speisen sogar würzen. „Na ja, und das Putzen im Anschluss gehört eben auch dazu.“ Seine Erfahrungen will er später auch mal in der Küche ausprobieren, in der die älteren Internatsbewohner sich abends selbst etwas kochen können.
Auch für Leon Kohl aus der 9w war der Tag der Schulverpflegung eine tolle Gelegenheit, einen ersten Kontakt zur Arbeit in einer Großküche aufzunehmen. Er spielt nämlich mit dem Gedanken, später einmal Koch zu werden. Ob das für ihn infrage kommt, wird sich demnächst zeigen – er hat sich für sein verpflichtendes Schulpraktikum schon einen Platz in der Schulküche gesichert. Bei Stefan Jung und seinem Team ist er gut aufgehoben, denn der Küchenmeister bildet ehrenamtlich beim Jugendlandesverband des Technischen Hilfswerks Feldköche aus.
Am Tag der Schulverpflegung war Leon für den Obstsalat zuständig und hat auch für einzelne Zutaten des Salatbuffets. Dabei hat er auch schon einiges gelernt. „Wegen der Vitamine haben wir von der Gurke nur Streifen abgeschält und die Kerne in der Mitte entfernt, damit der Salat nicht zu wässrig wird.“ Auch andere Kniffe haben die Schüler gelernt, etwa, dass der Geschmack von Oregano nur zur Geltung kommt, wenn man ihn zerreibt und nicht einfach nur so ins Essen rührt.
Während die sechs Schülerinnen und Schüler direkt in der Großküche am Herd stehen durften und für ihre Mitschüler rund 170 Essen zubereitet haben, bereitete die MuM-Gruppen der siebenten bis zehnten Klassen die herbstliche Tischdekoration und die Menükarten vor. Außerdem bereiteten sie in der Lehrküche – in der die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule Hauswirtschaft und Ernährung das ganze Menü nachkochten – Knusperkugeln für einen zusätzlichen Nachtisch zu.

Schule ist coolinarisch
Wolfgang konnte sich selbst davon überzeugen, dass in der Küche alles frisch zubereitet wird.