Durchlässigkeit

Das Konzept der „Durchlässigkeit“

Jedes Jahr verlassen über 200 Schülerinnen und Schüler die Zinzendorfschulen mit einem qualifizierten Abschluss. Die Besonderheit unseres Schulwerks ist das außergewöhnlich vielfältige Ausbildungssystem und die Durchlässigkeit in alle Richtungen. Von der Realschule bis zum Abitur, vom mittleren Bildungsabschluss bis zur Fachhochschulreife – an den Zinzendorfschulen führen viele Wege zum gewünschten Ziel. Zwei typische „Schülerkarrieren“ zeigen die Vorteile dieses Sicherheit vermittelnden Bildungsnetzwerks auf:

Claudius besucht ab Klasse 5 das Zinzendorf-Gymnasium. In Klasse 8 steht Claudius vor persönlichen Problemen: Tod des Vaters, Stimmungsschwankungen, schlechte Motivation, Leistungsabfall. Der Klassenlehrer rät zu einem Wechsel auf die Zinzendorf-Realschule. Claudius bleibt so in seiner gewohnten Umgebung, im selben Schulgebäude, bei den bekannten Lehrern und in Kontakt mit seinen Schulfreunden. In dieser familiären Atmosphäre des Vertrauens und der Geborgenheit bekommt der Junge wieder „Luft unter die Flügel“. In Ruhe absolviert Claudius die Klassen 9 und 10 der Realschule. Die inzwischen sehr guten Noten und der bestandene mittlere Bildungsabschluss erlauben die Rückkehr auf das Gymnasium.

Claudius kann wählen zwischen dem allgemeinbildenden Gymnasium der Zinzendorfschulen oder einem der beiden beruflichen Gymnasien. Claudius entscheidet sich für das berufliche Gymnasium der wirtschaftswissenschaftlichen Richtung. Nach bestens absolvierter Klasse 13 und mit dem bestandenen Abitur (allgemeine Hochschulreife) in der Tasche geht sein Traum in Erfüllung: ein Studium der Betriebswirtschaft.

Julia besucht nach der Grundschule die Hauptschule und meistert nach Klasse 9 den Hauptschulabschluss. Das ausgezeichnete Zeugnis ermuntert Julia zum weiteren Schulbesuch. An den Zinzendorfschulen beginnt sie an der zweijährigen Berufsfachschule für Hauswirtschaft und Ernährung. Nach zwei Jahren verfügt Julia über einen mittleren Bildungsabschluss. Jetzt öffnen sich weitere Türen. Entweder der Besuch des beruflichen Gymnasiums der wirtschaftswissenschaftlichen Richtung oder der sozialpädagogischen Richtung. Nach drei Jahren hält Julia dann das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife (Abitur) in Händen. Oder Julia wählt die praktisch pädagogische Richtung und startet an der Fachschule für Sozialpädagogik mit der Ausbildung zur Erzieherin, bei gleichzeitigem Erwerb der Fachhochschulreife. Dann könnte Julia an einer Fachhochschule studieren.